Gibt's ein Schützenfest? Bayerns Lieblingsgegner kommt

Vor dem Spiel beschäftigt die Bayern-Fans nur eine Frage: Wie hoch gewinnen wir gegen den HSV? Alles andere als eine deutliche Klatsche für die kriselnden Hamburger wäre eine Überraschung. Schließlich bekommen die Norddeutschen hier traditionell die Bude voll. Für zwei Hamburger Funktionäre gibt es jedoch überraschend kein Wiedersehen am 10.3.2018 in der Allianz Arena. Anpfiff ist um 15:30 Uhr.

Paukenschlag vorm Nord-Süd-Klassiker - Bruchhagen und Todt weg

Arjen Robben (l-r), Corentin Tolisso, Robert Lewandowski, Niklas Süle und David Alaba feiern den Treffer zum 0:1., Foto: dpa
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Am Donnerstagmorgen platzte die Bombe: Der HSV stellte mit sofortiger Wirkung den Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen frei - und auch Sportdirektor Jens Todt wurde beurlaubt. Der erst kürzlich neu gewählte Vereinspräsident Bernd Hoffmann krempelt die Führung um: "Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung. Heribert Bruchhagen hat sich stets schützend vor unseren Club gestellt. Ihm war und ist sehr daran gelegen, dass der HSV die aktuelle sportliche Talsohle überwindet."

Was ihm aber nicht gelang. Auch der Trainer-Wechsel von Markus Gisdol zu Bernd Hollerbach fruchtete nicht: Beim HSV geht die Angst vor dem Abstieg um. Vor dem wohl hoffnungslosen Auftritt der Hamburger in der Allianz Arena wollte Hoffmann vermutlich ein Zeichen setzen.

Vor einem Jahr gewannen die Bayern ihr Heimspiel gegen desaströse Hamburger mit 8:0. Die Ausgangslage lässt für den Samstag ähnliche Dimensionen erwarten: Die Heynckes-Elf spielt sich locker der nächsten Meisterschaft entgegen, der HSV verkrampft im Abstiegskampf und der neu installierte Trainer bekommt die Mannschaft nicht in den Griff. Das enttäuschende 0:0-Heimspiel gegen Abstiegskonkurrent Mainz quittierten die Fans nicht einmal mehr mit Pfiffen. Platz 17 und sieben Punkte Rückstand auf den vielleicht rettenden Relegationsplatz - die Bundesligauhr der Hamburger tickt dem Ende entgegen.

Bayern unbeschwert auf Meisterschafts-Kurs

Thomas Müller jubelt über seinen Treffer zum 1:0., Foto: picture alliance / abaca
Foto: picture alliance / abaca

Und die Bayern? Die Meisterschaft ist nur eine Frage der Zeit. Eigentlich ist egal wie Jupp Heynckes die Mannschaft aufstellt und welcher Gegner kommt. Der Bayern-Zug steht unter Dampf: Am vergangenen Sonntag gewann der FCB klar und mühelos mit 4:0 in Freiburg. Auch wenn Ribéry und Robben mal die Mienen auf der Auswechslungsbank verziehen, hartnäckige Berliner sich ein 0:0 ermauern oder erste Wechsel-Gerüchte (Alaba, Lewandowski, Boateng) durch die Gazetten wabern: Die Bayern können befreit aufspielen, die Champions-League-Partie bei Besiktas Istanbul am nächsten Mittwoch ist nach dem 5:0-Hinspielerfolg nur noch ein gemütlicher Ausflug in die Türkei. So können sich die Bayern auf ihren Lieblingsgegner aus Hamburg freuen. Und ihm deftig Tore einschenken. Zumal neben den Langzeitverletzten Coman und Neuer vermutlich nur der rekonvaleszente James nicht für Samstag fit ist. Armer HSV.

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