Einer der renommiertesten Wettbewerbe für Nachwuchsmusiker ist entschieden: In der 66. Auflage des ARD Musikwettbewerbs stehen die Gewinner in den Kategorien Violine, Klavier, Gitarre sowie Oboe fest. Am 15.9.2017 gibt es ein letztes Konzert mit den Preisträgern im Gasteig.

Nur ein "Erster Preis" im Wettbewerb

Preisträger des ARD Musikwettbewerbs 2017, Foto: BR Foto/Daniel Delang
Die Preisträger 2017 im Gruppenbild

Die Messen sind gesungen - die Preise verteilt. Jetzt steht nur noch die Kür mit den Preisträgerkonzerten bevor. In drei der vier Kategorien wurde kein 1. Preis vergeben - das muss nichts über die Qualität der Teilnehmer aussagen. Die Jury mochte sich wohl nicht eindeutig festlegen. Ein erster, acht zweite sowie drei dritte Preise gingen letztendlich an die Teilnehmer. Allein JeungBeum Sohn aus Südkorea vermochte sich am Klavier als eindeutiger "Erster-Sieger" durchsetzen. Insgesamt nahmen 198 junge Musiker an vier Instrumenten am Wettbewerb teil, davon waren mehr als vier Fünftel aus dem Ausland - ein wahrlich internationales Musikereignis. Unter den zahlreichen Sonderpreisen räumten die Deutschen bei den Publikumspreisen ab, hier gelangen Sarah Christian (Violine), Fabian Müller (Klavier) und Juliana Koch (Oboe) jeweils der Sieg. In den Finals mussten die Preisträger bereits zusammen mit Orchestern antreten. Am 15.9. treten die Besten des Wettbewerbs noch einmal mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der Philharmonie im Gasteig auf.

Von der Bewerbung bis zur Weltkarriere

Van Baerle Trio, Foto: Daniel Delang

Die Preisträger zeigten in vier Runden in den einzelnen Wettbewerbskategorien ihr musikalisches Können. Eine fachkundige Jury bewertete die jeweiligen Auftritte. In jedem Durchgang warteten unterschiedliche Herausforderungen. Schon das umfangreiche Repertoire einzustudieren, war ein enormer Erfahrungsgewinn für die jungen Künstler.

Zu den ehemaligen Gewinnern des erstmals 1952 ausgetragenen Wettbewerbs zählen schließlich Koryphäen wie Jessye Norman, Christoph Eschenbach, Sol Gabetta und Ivan Rebroff. Auch gänzlich neue Musik ist Teil des Programms: Um die zeitgenössische Musik zu fördern, sind seit 2001 Kompositionsaufträge, die vorab an namhafte Komponisten vergeben werden, Pflichtteil jeder Repertoireliste. Für 2018 sind wieder vier andere Kategorien vorgesehen: Viola, Trompete, Klaviertrio sowie Gesang.

 

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