DOK.fest - Internationales Dokumentarfilmfestival
Foto: DOK.fest München - A River Changes Course
Bei Fans des anspruchsvollen Films ist das Internationale Dokumentarfilmfestival (DOK.Fest) schon seit langem dick im Terminkalender angestrichen. Nach einem sensationellen Besucherrekord im vergangenen Jahr werden vom 8. bis 15. Mai 2013 in München zum 28. Mal packende und kritische Dokumentarfilme aus aller Welt an mehreren Spielorten gezeigt. Infos zum Festival und Highlights aus dem Programm...
Das DOK.fest hat sich zum größten Festival Deutschlands für den langen Dokumentarfilm gemausert. Rund 16.500 Besucher strömten im vergangenen Jahr in die Vorstellungen - mehr als je zuvor.
Von internationalen Highlights über Klassiker und Festivalgewinner bis hin zu Filmen von talentierten Nachwuchsregisseuren ist hier alles geboten: Insgesamt 131 Dokumentationen von allen Kontinenten laufen auf dem Festival. In verschiedene Reihen kategorisiert, treten die Filme im Wettbewerb gegeneinander an. Der Hauptpreis des Festivals, der "Dokumentar:Filmpreis", ist mit 10.000 Euro dotiert und wird an den besten internationalen Dokumentarfilm verliehen. Im Jahr 2012 erhielt David Fisher den Preis für seinen Film "Six Million and One", in der er die eigene, vom Holocaust bestimmte Familiengeschichte verarbeitet.
Retrospektive über Werner Herzog
Foto: DOK.fest München - Christiane F.
In diesem Jahr reicht der Spannungsbogen der Produktionen vom Portrait eines Autisten ("Matthews Laws") bis zur Dokumentation über Berlins prominente Drogensüchtige "Christiane F". In einer Retrospektive sind Werke von Werner Herzog zu sehen - unter anderem "Mein liebster Feind" - eine Dokumentation über Herzogs' Dreharbeiten mit dem Kino-Egomanen Klaus Kinski. Im Programm ist zudem der deutsche Beitrag "Elf Freundinnen" von Sung-Hyung Cho - das Gegenstück zu Söhnke Wortmanns "Deutschland, ein Sommermärchen". In dem Film wird gezeigt wie Deutschlands Fußball-Frauen 2011 ihr Sommermärchen erlebten. Eröffnet wird das Festival mit dem Film "Gulabi Gang" von Nishtha Jain. Er porträtiert eindringlich eine Gruppe mutiger Frauen, die in Indien offensiv gegen Männergewalt und Korruption aufbegehrt.
Seit 1985 fester Treffpunkt der Szene
Foto: Dok.fest
Den künstlerischen Dokumentarfilm zu fördern ist das erklärte Ziel des DOK.fest. Seit 1985 setzt das Münchner Festival alljährlich im Frühling Maßstäbe hinsichtlich dieses Genres. Begleitet wird das Festival von einem Rahmenprogramm und Events, die Film-Fans einen Treffpunkt und Möglichkeit zum Austausch bieten. In seiner mehr als 25-jährigen Geschichte waren fast alle großen Regisseure des Dokumentarfilms bereits auf dem Dokumentarfilmfestival zu Gast und etablierten das DOK.fest als einen bedeutenden Treffpunkt der Szene.
Gezeigt werden die Filme nicht nur im Münchner Filmmuseum, sondern auch in den City Kinos, Atelier Kinos, in der Pinakothek der Moderne, der Hochschule für Fernsehen und Film München, bei ARRI und im Staatlichen Museum für Völkerkunde.