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Bayerischer Filmpreis

Jedes Jahr verleiht die Bayerische Staatsregierung zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk im Rahmen einer festlichen Gala den Bayerischen Filmpreis für herausragende Arbeit vor und hinter der Kamera. Die Verleihung des 34. bayerischen Filmpreises mit der Vergabe der "Pierrots" fand am 18. Januar im Prinzregententheater statt. Bilder von der Preisverleihung, die Preisträger und welche Filme aktuell in Münchner Kinos laufen...

Foto: Bayerischer Rundfunk

Unter den Preisträgern waren u.a. Regisseur Bora Dagtekin für Türkisch für Anfänger (Publikumspreis), Tom Schilling für seine Rolle in Oh Boy (Darstellerpreis) und Markus Imhoof für den Film More than Honey (Dokumentarfilmpreis). Zahlreiche Prominente aus Film, Fernsehen und Politik ließen sich dieses glamouröse Ereignis nicht entgehen. Der beliebte „quer“-Moderator Christoph Süß und die "on3-südwild"- Moderatorin Sandra Rieß führten durch die Gala, die vom Bayerischen Fernsehen live ab 19:00 Uhr übertragen wurde.

 

Preisträger 2013

Der Produzentenpreis geht mit 200.000 Euro an Stefan Arndt (X Filme Creative Pool GmbH) für die Produktion des Films „Cloud Atlas“.
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Der Regiepreis (dotiert mit 10.000 Euro) geht an Michael Haneke für seinen Film „Liebe“.
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Der Preis für die beste Darstellerin (dotiert mit 10.000 Euro) wird verliehen an Barbara Sukowa für ihre Rolle in „Hannah Arendt“.
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Den Preis als bester Darsteller (dotiert mit 10.000 Euro) erhält Tom Schilling für seine Rolle in „Oh Boy!“. Aktuell im Kino >>>

Den Drehbuchpreis (dotiert mit 10.000 Euro) erhält Jan Ole Gerster für den Film „Oh Boy!“.
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Der Preis für den besten Nachwuchsdarsteller (dotiert mit 10.000 Euro) wird verliehen an Sabin Tambrea für seine Rolle in dem Film „Ludwig II“.
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Den Preis für Bildgestaltung (dotiert mit 10.000 Euro) bekommt Jakub Bejnarowicz für den Film „Gnade“.

Der Dokumentarfilmpreis (dotiert mit 10.000 Euro) geht an Markus Imhoof (Regie und Drehbuch) für seinen Film „More than Honey“.

Der Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin (dotiert mit 10.000 Euro) wird verliehen an Lisa Brand für ihre Rolle in dem Film „Der Verdingbub“.

Der Nachwuchsregiepreis (dotiert mit 10.000 Euro) geht an Michaela Kezele für ihren Film „Die Brücke am Ibar“.

Den Preis für den besten Kinderfilm (dotiert mit jeweils 5.000 Euro) erhalten Cyrill Boss und Philip Stennert (Regie) für „Das Haus der Krokodile“.

Den Preis für die beste Filmmusik (dotiert mit 10.000 Euro) bekommt Max Richter für den Film „Lore“.

Der Preis der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken (VGF), dotiert mit 60.000 Euro, wird verliehen an Christian Füllmich, Torben Maas und Maximilian Plettau (Filmschaft maas & füllmich / Nominal Film) für den Film „Nemez“.

Bereits bekannt gegeben wurde der Preisträger des Publikumspreises. Den Publikumspreis erhält Bora Dagtekin für seinen Film „Türkisch für Anfänger“. Die Zuschauerinnen und Zuschauer des Filmmagazins „Kino Kino“ des Bayerischen Fernsehens sowie die Hörerinnen und Hörer von Bayern 3 haben „Türkisch für Anfänger“ zu ihrem Lieblingsfilm gewählt.

In Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen als Regisseurin für den bayerischen und deutschen Film erhält Margarethe von Trotta den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.

 

Ehrenpreis für Margarethe von Trotta

Ein Preis steht wie immer schon im Vorfeld fest: In diesem Jahr geht der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten an die Regisseurin Margarethe von Trotta. Horst Seehofer: „Margarethe von Trotta ist eine der engagiertesten Regisseurinnen und Filmemacherinnen in Deutschland. Im Zentrum ihres Schaffens stehen Frauenfiguren, deren Schicksal und oftmals emanzipatorischen Kampf um Freiheit, Selbstbestimmung und Würde die Regisseurin mit großem Einfühlungsvermögen erzählt. Margarethe von Trotta hat uns mit Filmen wie „Rosa Luxemburg“, „Rosenstraße“, „Hildegard von Bingen“ und zuletzt „Hannah Arendt“ unvergessliche Kinostunden geschenkt. Dafür gebührt ihr der Ehrenpreis 2012.“

Vorab gibt es einen zweiter Preisträger: die Komödie "Türkisch für Anfänger" von Regisseur Bora Dagtekin hat den Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises gewonnen.


Zweck und Bedeutung des Bayerischen Filmpreises

In insgesamt sechs Kategorien für Darstellerische Leistung, Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Filmmusik und Ausstattung werden auf Vorschlag einer unabhängigen Jury hin Auszeichnungen im Gesamtwert von 300.000 € vergeben. Der wichtigste Preis ist mit 200.000 € dotiert und kürt den besten deutschen Produzenten. Damit gehört der renommierte Bayerische Filmpreis zu den bestdotierten Ehrungen für herausragende Leistungen in der deutschen Filmlandschaft.

Schon seit 1979 steht das Preissymbol, die Porzellanfigur "Pierrot", für das Engagement Bayerns, die Bedeutung des deutschen Kinofilms als Kulturgut zu unterstreichen. Der Bayerische Ministerpräsident verleiht jedes Jahr den Ehrenpreis. Dieser Preis würdigt besonders verdienstvolle deutsche Persönlichkeiten, die durch ihr Lebenswerk die Filmgeschichte maßgeblich mitgeprägt haben. In den vergangenen Jahren wurden zum Beispiel Sir Peter Ustinov, Maximilian Schell, Volker Schlöndorff und Michael Verhoeven ausgezeichnet.

Der Bayerische Filmpreis spielt auch durch seine Nachwuchspreise eine zentrale Rolle für die Förderung aufstrebender Protagonisten in der deutschen Filmbranche. Für viele heute gefeierte Künstler wie Franka Potente, Daniel Brühl, Jürgen Vogel, Hannah Herzsprung, Sönke Wortmann, Heike Makatsch und Fatih Akin war er ein wichtiger Meilenstein in ihrer Karriere.

Die großen Erfolge der in den letzten Jahren ausgezeichneten Produktionen wie "Das Leben der Anderen", "Das Parfum", "Sophie Scholl – Die letzten Tage", "Das Wunder von Bern", "Luther" oder "Der Untergang" beweisen das Gespür der hochkarätigen Jury und gleichzeitig die mittlerweile fest etablierte Rolle des deutschen Films im In- und Ausland. Die Verleihung der begehrten "Pierrots" gehört zu den spektakulärsten gesellschaftlichen und kulturellen Ereignissen des bayerischen Kulturjahres.

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