Geldbeutelwaschen im Fischbrunnen
Den alten Brauch des Geldbeutelwaschens am Fischbrunnen auf dem Marienplatz pflegten am Aschermittwoch die Stadtoberen: Als Abgesandte der Stadt München säuberten in diesem Jahr Bürgermeisterin Christine Strobl und Verwaltungsdirektor Sebastian Dusch das leere Stadtsäckel in Vertretung von Stadtkämmerer Dr. Ernst Wolowicz. Zahlreiche Bürger folgten dem Beispiel und tauchten ihre Geldbörsen ins kalte Wasser...
Einem schon im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnten Münchner Brauch folgend, treten Münchens Bürgermeister am Aschermittwoch zum traditionellen Geldbeutelwaschen auf dem Marienplatz an. Stadtkämmerer und Bürgermeister tauchen das symbolische Stadtsäckel in das Wasser des Fischbrunnens ein, auf dass es auch künftig positiv um die Stadtfinanzen stehen möge. Da kann es sicherlich nicht schaden, auch die private Geldbörse einem Waschgang im Fischbrunnen zu unterziehen.
Der Brauch des Geldbeutelwaschens am Aschermittwoch hat in München eine lange Tradition. Damit machte das Dienstpersonal seine Herrschaften darauf aufmerksam, dass nach dem närrischen Faschingstreiben die Börsen leer waren und wieder aufgefüllt werden mussten. Mit dem Waschen des Stadtsäckels setzt man in München darauf, dass ein Bad im Fischbrunnen nicht nur privaten Kassen zuträglich ist, sondern auch den kommunalen - „damit es in der Stadtkasse sprudelt und wir viel Gutes für die Bürger tun können", so Bürgermeister Hep Monatzeder.
Quelle: Presse- und Informationsamt der Landeshauptstadt München