Chanukka in München
Am 9. Dezember wird das zweite Licht des Chanukka-Leuchters entzündet, begleitet von einem fröhlichen Fest mit prominenten Gästen und koscherem Glühwein. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Christian Ude, Charlotte Knobloch, Rabbiner Diskin und Rabbiner Arie Folger lädt die Israelische Kultusgemeinde München und Oberbayern die Münchner dazu ein, an den St.-Jakobs-Platz zu kommen und an der Entzündung des zweiten Chanukka-Lichts teilzuhaben.
Alle Jahre wieder steht die fast acht Meter hohe Chanukkia vor der Ohel-Jakob-Synagoge. Sie gilt als einer der größten Chanukka-Leuchter außerhalb Israels und erinnert prachtvoll daran, dass es wieder so weit ist – das Chanukka Fest hat begonnen. Das jüdische Lichterfest findet zum Gedenken an den erfolgreichen Aufstand der jüdischen Makkabäer gegen die Fremdherrschaft statt.
Acht Tage lang wird mit Familie und Freunden gefeiert, gesungen und gebetet. Jeden Tag, nach Einbruch der Dunkelheit, wird eine Kerze angezündet. Bis schließlich am achten Tag alle Kerzen brennen. Das Brennen der Lichter hat eine lange Tradition: Laut der Überlieferung wurde nach dem Aufstand ein kleiner Rest Öl im Tempel gefunden, der die Menora, ein Leuchter im Tempel der niemals erlöschen soll, noch brennen ließ.
Gebackenes, Glühwein und Krapfen
Durch ein Wunder soll diese Ölmenge acht Tage – bis zur Herstellung neuen reinen Öls – genügt haben. Während des Fests werden deshalb nicht nur die acht Kerzen angezündet, sondern auch in Öl gebackene Speisen, wie Krapfen oder Latkes (Kartoffelpuffer) gegessen. Mit koscherem Glühwein, Kinderpunsch und selbstverständlich Krapfen wird auch im diesem Jahr gefeiert.
Dass die 1,5 Tonnen schwere Chanukkia eigentlich neun Arme hat ist natürlich kein Irrtum - der neunte Arm ist der Lichthalter, mit dem die anderen Kerzen angezündet werden.