Münchner Bücherschau im Gasteig, Foto: Kerstin Dahnert
Foto: Kerstin Dahnert

Drei literarische Ereignisse vereint

Eintauchen in die Welt der Bücher: Beim Literaturfest vom 14.11. bis 2.12.2018 lesen Autoren aus ihren Werken und tausende Neuerscheinungen gilt es zu entdecken. Das Festival vereint die Münchner Bücherschau im Gasteig, das forum:autoren und das Festprogramm des Literaturhauses.

Münchner Bücherschau: Mehr als 20.000 Neuerscheinungen

Ihr sucht ein gutes Buch für die Winterzeit oder zum Verschenken an Weihnachten? Wenn Ihr eine Anregung braucht: Etwa 300 Verlage präsentieren mehr als 20.000 Neuerscheinungen auf der Münchner Bücherschau im Gasteig. Hier entdeckt Ihr neue Bücher und habt dafür ausreichend Zeit. Täglich könnt Ihr von 8 bis 23 Uhr bei freiem Eintritt in den Büchern schmökern. Und es gibt ein Vorlese-Programm mit Stars der Literaturszene.

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Forum:autoren - Gespräche und Diskussionen

Das forum:autoren kuratiert jedes Jahr ein andere Person des literarischen Lebens. 2017 war es die Schriftstellerin und Regisseurin Doris Dörrie. Die Reihe, die sie mit dem Literaturhaus entwickelt hatte, stand unter dem Motto "Alles Echt. Alles Fiktion". Dazu werden illustre, internationale Gäste eingeladen.

Festprogramm im Literaturhaus - mit Panoptikum-Bar

Das Literaturhaus München im Frühling, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Zum Literaturfest bietet das Literaturhaus ein Festprogramm. Lesungen, Vorträge, Gespräche und vieles mehr.

Zum ersten Mal gab es 2017 die Festivalbar "Panoptikum" in der Ausstellungshalle des Literaturhauses. Tagsüber war es eine "Hörbar", in der Ihr Podcasts lauschen kkonntet, abends verwandelte sich die Bar in ein Festivaltreff, wo es Konzerte, Performances und Lesungen gab. Und das Ganze war gestaltet wie eine Filmkulisse mit Wachsfigurenkabinett.

Zum Abschluss gibt es Gelegenheit für Entdeckungen auf dem Independent-Markt "Andere Bücher braucht das Land". Hier präsentieren unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihr Programm.

 

Geschwister-Scholl-Preis an Hisham Matar

Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises 2017 an Hisham Matar, Foto: Yves Krier
Foto: Yves Krier

Während des Literaturfestes 2017 erhielt Hisham Matar in der Großen Aula der LMU den mit 10.000 Euro dotierten Geschwister-Scholl-Preis für das Buch "Die Rückkehr". Matar beschreibt darin die Suche nach seinem in Libyen verschollenen Vater, einem Diplomaten. Oberbürgermeister Dieter Reiter begründete die Verleihung in seiner Ansprache: "Insofern hängt der Mut, den Hisham Matar im Rahmen der Entstehung seines Buches 'Die Rückkehr' aufgebracht hat, auch weniger mit dem eigenen Widerstand gegen die Tyrannei zusammen, als vielmehr mit der Bereitschaft, sich den schmerzlichsten Seiten seiner Familiengeschichte zu stellen". Der 1970 in New York geborene Libyer lebt in London.

Der Preis wird seit über 35 Jahren vergeben und steht für „geistige Unabhängigkeit, bürgerliche Freiheit sowie für moralischen und intellektuellen Mut“ und erinnert an die Münchner Geschwister Hans und Sophie Scholl, die für die Widerstandsbewegung "Weiße Rose" arbeiteten und 1943 hingerichtet wurden.

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