Tanz der Marktweiber

In unserem Video seht Ihr noch einmal die Highlights des diesjährigen Tanzes des Marktweiber. Außerdem erklärt OB Dieter Reiter, was den Faschingsdienstag in München so besonders macht.

Höhepunkt im Münchner Fasching: So tanzten die Marktweiber

(13.2.2018) Der Höhepunkt des Münchner Faschings – und das bei traumhaftem Wetter: Zum Tanz der Marktweiber auf dem Viktualienmarkt am Faschingsdienstag waren tausende Besucher gekommen, um den kultigen Reigen hautnah mitzuerleben.

Fotos vom Marktweiber-Tanz 2018: Fröhlich und ausgelassen

Das war beim Tanz der Marktweiber 2018 los

Tanz der Marktweiber 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño


Strahlender Sonnenschein, ein prall gefüllter Viktualienmarkt und beste Stimmung beim Faschingsvolk: Der Tanz der Marktweiber 2018 hat die Bezeichnung „Höhepunkt des Münchner Faschings“ auf jeden Fall verdient.

Schon am Vormittag tanzten sich die bunt gekleideten „Narren“ warm, ehe die Garde der Narrhalla mit ihrem Programm auf die Bühne stürmte. Das beeindruckte übrigens auch den Münchner Oberbürgermeister: „Die Narrhalla hat auch dieses Jahr wieder ein tolles Programm geboten und das bei viel schönerem Wetter als im letzten Jahr“, so Dieter Reiter. „Ich wünsche allen hier noch einen tollen Faschingsendspurt.“

Und dann war es endlich soweit: Die Marktfrauen bahnten sich mit ihren Schirmen den Weg durch das Publikum zur Bühne. Nach der Vorstellung ging es traditionell mit dem Klassiker „Linie 8“ los, zu dem auch OB Reiter mit auf das Podium gebeten wurde. Anschließend wirbelten die Marktweiber mit ihren bunten Kostümen auf und ab, als wäre die Bezeichnung „Faschingsendspurt“ wortwörtlich zu nehmen.

Und nach dem Ende der gelungenen Aufführung war da schon wieder die Vorfreude auf das nächste Jahr zu spüren – und die Hoffnung, dass das Wetter wieder genauso schön wird.

Nach dem Auftritt ging es auf dem Viktualienmarkt mit Musik noch bis 19 Uhr an den Ständen weiter.

Die Münchner Polizei war gut auf das Event vorbereitet: Während der Faschingstage waren ca. 350 zusätzliche Beamte in der Innenstadt eingesetzt.

Wie wird der Tanz geprobt?

Der Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, Foto: Leonie Liebich


Die Vorbereitungen starten immer schon im Oktober - mit rund 15 Tänzerinnen. Einige davon sind schon seit vielen Jahren in der Gruppe. Frau Christa Lang, die Sprecherin, ist schon seit 26 Jahren dabei. Jeden Montagabend wird geprobt - im Pfarrsaal der Heilig-Geist-Kirche. Für das Programm werden jedes Jahr zehn neue Tänze einstudiert. Dabei stehen die Damen unter kundiger Anleitung des Tanzlehrers Christian Langer, der die Choreographie einstudiert.

Nach monatelanger Vorbereitung ist es dann am Faschingsdienstag soweit! "Wir freuen uns immer sehr darauf", so Christa Lang. "Es ist alle Jahre wieder spannend und immer wieder ein Ereignis, wenn man dann auf der Bühne steht und die Menge des Publikums sieht."

Was bedeuten die Kostüme? 
Die ausgefallenen Kostüme repräsentieren den Stand: Die Kleider für den Auftritt werden so ausstaffiert, dass man erkennen kann, wer am Markt was verkauft - ob Bäckerin, Metzgerin, Blumenhändlerin. Christa Lang hat immer etwas zum Thema Obst oder Gemüse an ihrem Dress. Sie ging schon als Radi, als Karotte, Erdbeere oder Banane. Was es dieses Jahr ist, wird noch nicht verraten. Annemarie Doll hat oft echte Brezen am Gewand - unschwer zu erkennen, dass sie auf dem Viktualienmarkt Backwaren verkauft. Sie tanzt seit neun Jahren mit.

Seit wann tanzen die Marktweiber?

Tanz der Marktfrauen - so war es früher, Foto: Stadtarchiv München/ZBE_B1513


2018 blicken die Marktweiber bereits auf 31 Jahre "Bühnenerfahrung" zurück. Vorher wurde einfach vor den Ständen getanzt. "Ein bisschen moderner ist es geworden", sagt Christa Lang im Rückblick auf ihre mehr als 25 Jahre auf der Bühne. Anfangs sei es noch etwas mehr bayerisch gewesen, jetzt kunterbunt, so dass für jeden etwas dabei ist, für jung und alt, traditionell und modern.

Historische Bilder: So tanzten die Marktfrauen früher

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