St. Martin in München

Der Martinsumzug in der Münchner Innenstadt., Foto: Mónica Garduño

"Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne..." wisst Ihr noch wie dieses Lied weitergeht oder warum es an St. Martin köstliche, selbst gebackene Martinsgänse gibt? Wenn nicht, könnt Ihr es bei einem der vielen Martinszüge herausfinden. Wo Martinsspiele, Laternenumzüge, Martinsfeuer und Gottesdienste stattfinden und was es mit dem Brauch auf sich hat, erfahrt Ihr wieder zu Sankt Martin am 11.11.2018.

Bilder vom Sankt-Martins-Zug in München

Die Legende vom Sankt Martin

Bunte Laternen an St. Martin, Foto: Marina Lohrbach / Shutterstock.com

Der Legende nach teilte Martin, der im vierten Jahrhundert Soldat bei der gallischen Armee war, seinen Mantel mit seinem Schwert und schenkte die eine Hälfte einem frierenden Bettler. Im Traum erschien Martin in der folgenden Nacht Jesus Christus, der den Mantel trug und den Engeln verkündete: „Martinus hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“ Nachdem er die Armee verlassen hatte, wurde Martin um 372 zum Bischof von Tours, der Nachbardiözese von Poitiers im heutigen Frankreich, gewählt. Da er das Amt zunächst nicht annehmen wollte, versteckte Martin sich in einem Gänsestall. Nur das Schnattern der Tiere verriet ihn schließlich. Als Bischof kümmerte er sich fast 30 Jahre lang um die Armen und um die Verkündigung des Evangeliums in den ländlichen Gebieten seiner Diözese.

Auch die Gans gehört zum Brauchtum des Martinstags dazu: Serviert wird sie traditionell mit Blaukraut und Knödel. In Erinnerung an das Ereignis veranstalten zahlreiche Kindergärten, Schulen und Pfarreien Martinsumzüge, bei denen Kinder singend und mit bunten Laternen in der Hand durch die Dunkelheit wandern. Häufig werden sie begleitet von einem Soldaten mit rotem Mantel auf einem Schimmel, der den Heiligen Martin darstellt.

Video vom großen Martinsumzug durch die Altstadt

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