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FC Bayern München Basketball

FC Bayern Basketball

Sie stehen den „großen“ Bayern kaum nach: Auch die Basketballer des FC Bayern München spielen erstklassig, wenn auch noch nicht so lange. Für das neue Aushängeschild des Münchner Basketballs wurde eigens die ehemalige Rudi-Sedlmayer-Halle am Westpark umfangreich renoviert. Der so neu geschaffene Audi-Dome gleicht bei Heimspielen einem Hexenkessel.

Über kurz oder lang wollen sie es den Fußballern gleichtun: "Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen." Mit diesen Worten machte Bayern-Präsident Uli Hoeneß zum Saisonauftakt 2012/2013 die Ambitionen der Bayern Basketballer deutlich. Und das schon wenige Jahre nach dem Aufstieg in die BBL, die höchste deutsche Spielklasse. Denn die letzten Erfolge liegen weit zurück. 1954 und 1955 waren die Bayern zweimal Meister, 1968 gewannen sie den Pokal.

Die aktuelle Saison

Die Saison 2012/2013 begann turbulent: Nach längeren Querelen und Niederlagen in den Vorbereitungsspielen wurde der Aufstiegs-Trainer Dirk Bauermann entlassen. Das Traineramt übernahm daraufhin Yannis Christopoulos, der ehemalige Assistenztrainer. Ihm folgte Ende November dann Svetislav Pesic. Der 63-jährige Trainer-Veteran war zuletzt als Nationaltrainer tätig. Als spektakulärste Spieler-Neuzugänge verpflichteten die Münchner Point Guard Tyrese Rice, Shooting Guard Yotam Halperin, Small Forward Brandon Thomas und Power Forward Lawrence Roberts.

Geschichte

Erst seit der Saison 2011/2012 spielen die Bayern Basketballer wieder in der Bundesliga, wo sie sich als Aufsteiger und Fünfter der Tabelle einen Platz in den Play-offs sichern konnten. Dort unterlagen sie leider bereits im Viertelfinale den Artland Dragons. Bald jedoch will das Team wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Die liegen schon etwas länger zurück.

Vor allem in den 1950er Jahren feierte die 1946 gegründete Abteilung Basketball des FC Bayern München ihre größten Erfolge: Zwei Meisterschaften 1954 und 1955, sowie den Pokalsieg 1968. Danach dümpelte die Mannschaft vor sich hin, stieg 1974 erstmals aus der Bundesliga ab und wurde zu einer klassischen Fahrstuhlmannschaft.

Doch ein FC Bayern Basketball gehört - wie in früheren Zeiten - in die 1. Liga. Den Junioren der U19 war dies bereits 2006 gelungen, die Herren schafften es 2008 immerhin bis in die Pro A, die zweithöchste Liga. In einer internen Umfrage des FC Bayern Anfang 2010 sprachen sich über 75% der 23.000 Mitglieder dafür aus, dass der Verein die Abteilung Basketball bei der „Mission Aufstieg“ in die erste Liga unterstützen soll.

Daraufhin wurden neben Coach Dirk Bauermann viele neue Akteure verpflichtet, darunter Nationalspieler wie Steffen Hamann und Demond Greene. In weniger als einem Jahr nach der Kompletterneuerung stand schon im März 2011, sieben Spieltage vor Saisonende, der Aufstieg in die erste Liga fest. "Wir bauen eine Mannschaft auf, die in der Spitzengruppe spielt, denn der FC Bayern kann nicht in der Basketball-Bundesliga antreten und sich mit Platz zwölf zufriedengeben", so damals Präsident Uli Hoeneß.
 

Audi Dome

Die Geschichte des Audi Domes, der ehemaligen Rudi-Sedlmayer-Halle, gleicht der der Basketballer: Auf eine große Zeit folgte ein langes Schattendasein. Die Halle entstand anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München. Hier fanden damals schon die Basketball-Wettkämpfe statt. Nach Olympia diente die Halle neben Konzerten auch Ausstellungen und Messen sowie Boxveranstaltungen. Doch mit den Jahren verschlechterte sich der bauliche Zustand, bis sie 2003 aufgrund maroder Brandschutz- und Sicherheitseinrichtungen geschlossen wurde.


Den Basketballern des FC Bayern kam dies nach der „Mission Aufstieg“ ganz gelegen: Sie brauchten eine erstligataugliche Spielstätte. Denn im Jahr zuvor fanden die Heimspiele zunächst noch im Olympia-Eissportzentrum statt. Mit Hilfe von Sponsorengeldern holten die Bayern die Rudi-Sedlmayer-Halle aus dem Dornröschenschlaf, renovierten fleißig, und schufen sich mit dem Audi Dome, der 6700 Zuschauer fasst, ein kleines Schmuckkästchen direkt am Westpark.

Neue Anzeigetafeln, neue Kioske, doch der "Geist der Spiele" blieb erhalten. Fünf Millionen Euro hat der Verein in die Sanierung gesteckt, vor allem im Innenraum. Fast die gesamte Haustechnik musste erneuert werden. Doch den Schriftzug "Rudi-Sedlmayer-Halle" über dem Haupteingang gibt es noch immer, wie auch den extra steilen Oberrang, dessen Raumenge die Atmosphäre während eines Spiels verdichtet. Uli Hoeneß sagte zur neuen Bayern-Heimat: "Total gelungen."
 

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