Keine Revanche für RB: Noch ein Sieg der Bayern über Leipzig

Robben und James feiern den Führungstreffer., Foto: picture alliance / AP Photo
Robben und James feiern den Führungstreffer.

James und Lewandowski treffen beim 2:0-Erfolg in der Allianz Arena

(28.10.2017) Der FC Bayern hat auch das Fortsetzungsduell gegen RB Leipzig gewonnen und zum ersten Mal in dieser Saison die Führung in der Bundesliga übernommen. Nur 67 Stunden nach dem Pokal-Krimi gab es am Samstagabend in der Allianz Arena einen lockeren 2:0-Erfolg.

James Rodríguez (19. Minute) und der angeschlagen ausgewechselte Robert Lewandowski (38.) mit seinem zehnten Saisontor zerstörten vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena frühzeitig die Hoffnungen auf ein erneut packendes Kräftemessen. Im vierten Duell zwischen dem Serienmeister und dem Vize-Meister flog zum dritten Mal ein Leipziger vom Platz. Nach einem Videobeweis entschied Referee Daniel Siebert auf Rot gegen Orban nach einer Notbremse gegen Arjen Robben. Es war eine harte, aber regelkonforme Entscheidung. Dem Topsiel raubte sie jedoch den sportlichen Reiz und die Spannung.

Nach dem emotionalen Schlagabtausch im Pokal suchten beide Teams ihren Rhythmus und wollten langsam auf Betriebstemperatur kommen. Die Leipziger variierten ihr Konzept; sie gingen mal früh drauf, mal ließen sie sich fallen. Die drei Änderungen von Jupp Heynckes in der Startelf machten sich bezahlt. Neben dem starken James bildeten Javi Martínez und Sebastian Rudy ein überzeugendes Mittelfeld-Duo.

Rudy war auch der Initiator für den Platzverweis. Nach seinem Pass in die RB-Deckung kreuzte Orban den Laufweg von Robben und brachte den Holländer zu Fall. Schiedsrichter Siebert entschied nach Videobeweis auf Rot und sorgte früh für einen heftigen Dämpfer bei den Gästen. Für den nächsten Rückschlag von RB sorgte der agile James, der den wegen einer Knieprellung fehlenden Kingsley Coman ersetzte. Der Kolumbianer traf nach einer maßgenauen Vorarbeit von Rudy und Robben trocken mit einem Linksschuss zur Führung.

Sorge um Lewandowski: Pole muss angschlagen vom Platz

Während die Leipziger Keita und Diego Demme im Mittelfeld die Lücken zulaufen mussten, hatte James mit einem abgefälschten Schuss sogar das 2:0 auf dem Fuß (21.). Hasenhüttl reagierte nun personell auf die Rote Karte: Nationalstürmer Timo Werner, der den entscheidenden Elfmeter beim Leipziger Pokal-Aus verschossen hatte, musste für Verteidiger Ibrahima Konaté weichen. Die Bayern drängten auf das nächste Tor.

Torwart Peter Gulacsi bewahrte die Leipziger zunächst noch vor der Vorentscheidung. Gegen Lewandowski war der Ungar wenige Minuten vor dem Seitenwechsel aber machtlos. Einen perfekten Pass von Martínez in die Tiefe verwertete der Dauertorjäger eiskalt. Kurz darauf musste der Pole angeschlagen raus, für ihn kam Arturo Vidal (45.).

Von den zehn Leipzigern war im Vorwärtsgang kaum noch etwas zu sehen. Der FC Bayern setzte nach der Pause auch nicht mehr entscheidend nach. Beiden Teams war längst anzumerken, dass sie innerlich auf die kommenden Champions-League-Aufgaben umgeschaltet hatten. Kurz vor Schluss musste der angeschlagene Keita noch humpelnd vom Platz, RB beendete die Partie sogar nur zu neunt.

(muenchen.de/dpa)

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