Spiel gedreht: FC Bayern siegt über Hoffenheim

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Nach 0:2 Rückstand am Ende ein klarer 5:2 Erfolg für den FCB

(27.1.2018) Der FC Bayern hat sich beim nächsten Schritt zur Meisterschaft auch nicht von einem Zwei-Tore-Rückstand bremsen lassen. Beim 5:2 (2:2) gegen 1899 Hoffenheim konnten die anfänglich verdutzten Roten doch noch über einen klaren Sieg jubeln.

Beim Offensiv-Spektakel gegen 1899 Hoffenheim trafen Robert Lewandowski (20. Minute) mit seinem 18. Saisontor, Jérôme Boateng (25.), Kingsley Coman (63.), Arturo Vidal (66.) und der eingewechselte Sandro Wagner (90.) für die Bayern. Mark Uth (3. Minute) per Nachschuss bei einem Elfmeter von Bayern-Leihgabe Serge Gnabry und Gnabry (12.) selbst hatten den mutigen Tabellenneunten am Samstag vor 75.000 Zuschauern in Führung gebracht.

Hoffenheim legte beim zuletzt zweimal besiegten Gegner besonders rasant los. Der bis zum Saisonende von München nach Hoffenheim ausgeliehene Gnabry schlüpfte in dieser Phase in die Hauptrolle. Joshua Kimmich brachte den U21-Europameister nach etwas mehr als einer Minute zu Fall - Elfmeter für die Gäste. Gnabry konnte Bayern-Schlussmann Sven Ulreich vom Punkt zwar nicht überwinden, dafür aber Uth im Nachschuss. Nach seinem Doppelpack beim 2:0 im Hinspiel war der künftige Schalker der erste Spieler seit der Saison 2008/09, der in einer Saison dreimal gegen den Rekordmeister traf.

Gnabry selbst legte nach. Die Münchner konnten den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern, der 22-Jährige nutzte das mit einem trockenen Distanzschuss zum 2:0. Die erste Bayern-Heimniederlage seit fast zwei Jahren lag in der Luft.

Das Münchner Starensemble brauchte gegen gedankenschnelle und aggressive Hoffenheimer einige Minuten, um den frühen Zwei-Tore-Rückstand wegzustecken. Coman setzte sich links durch, flankte auf Corentin Tolisso. Der Franzose legte auf Kimmich ab - und dessen Schuss lenkte Lewandowski zum 1:2 ins Tor.

Am Ende kann auch Sandro Wagner jubeln

Fünf Minuten später waren die Bayern richtig zurück im Spiel. Ein Eckball von Arjen Robben, der sein Team anstelle von Thomas Müller als Kapitän anführte, segelte in den Strafraum, dort konnte Boateng ungestört zum Ausgleich einköpfen. Für den Weltmeister war es das erste Bundesliga-Tor seit über vier Jahren.

Nach der Pause hatten beide Teams weiter den Vorwärtsgang eingeschaltet und hielten den Unterhaltungswert damit hoch. Sowohl Bayern-Trainer Jupp Heynckes als auch der 42 Jahre jüngere Julian Nagelsmann mochten sich nicht mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die Münchner Übermacht wurde irgendwann zu groß. Hoffenheim konnte nach der intensiven Laufarbeit in der ersten Hälfte nicht mehr zulegen, auch von Gnabry war nicht mehr groß etwas zu sehen.

Lewandowski setzte den pfeilschnellen Coman mustergültig ein, der Franzose veredelte zum 3:2. Mit dem bereits elften Kopfballtor der Bayern in dieser Saison erhöhte Vidal nach Robben-Eckball. In der Schlussphase durfte Wagner als dritter Ex-Hoffenheimer neben Niklas Süle und Sebastian Rudy gegen die ehemaligen Kollegen ran. Der Nationalstürmer traf erstmals seit seinem Wechsel von Hoffenheim zurück nach München.

Die Bayern bleiben damit seit nun 32 Liga-Heimspielen ungeschlagen. Für 1899-Coach-Nagelsmann bedeutete es nach zwei Siegen und einem Remis die erste Niederlage gegen den FC Bayern.

(muenchen.de/dpa)

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