Die älteste bestehende Brauerei Münchens hält auf dem Oktoberfest weiter an einer ehrwürdigen Tradition fest. In der Augustiner-Festhalle (Festwirt: Manfred Vollmer) und in der Fischer-Vroni (Festwirte: Johann und Silvia Stadtmüller) wird das Bier noch aus echten 200 Liter-Holzfässern, den sogenannten "Hirschen", gezapft.
In den anderen Festzelten kommt das Bier längst aus großen Containern - die Fässer aus denen das Bier in die Maßkrüge fließt, dienen dort nur als Attrappe. Für die Augustinerbräu bedeutet das Festhalten an der Tradition einen größeren Aufwand, schließlich muss das Bier Fass für Fass zum Festzelt gebracht werden.
Das süffige Oktoberfestbier der Augustinerbräu ("Augustiner Edelstoff") wird jeweils im März eigens für die Wiesn in der Landsbergerstraße 31-35 gebraut - und gilt dank der Lagerung im Holzfass als das beste Bier auf der Wiesn - aber das ist natürlich Geschmacksache.
Die Augustinerbräu ist außerdem die letzte Brauerei, die noch in Familienbesitz ist. Seit 1328 brauten die Mönche des Augustinerordens ihr eigenes Bier, bis im Zuge der Säkularisation der bayerische Staat die Brauerei 1803 übernahm und anschließend privatisierte. 1829 erwarben Anton und Therese Wagner die Brauerei und ihre Nachfahren bewahren das traditionelle Erbe bis zum heutigen Tag.





