Oktoberfest-Bilanz 2016: Stimmungsvoll und entspannt

Wiesnspaß im Festzelt 2016 Galerie

5,6 Millionen Gäste kamen zum Oktoberfest

(3.10.2016) Von Dauerregen bis Sommersonne - bei einem bunten Wettermix und entspannter Stimmung kamen laut Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) ca. 5,6 Millionen Gäste auf die Festwiese. Alle Mitwirkenden sind mit dem Verlauf der Wiesn zufrieden und auch das neue Sicherheitskonzept ging auf. Mehr Infos...

Wiesn Mädels winken, Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle

Auch wenn Beginn und Ende der 183. Wiesn nass-kühl ausfielen, kamen zwischenzeitlich bei Sommertemperaturen sogar Urlaubsgefühle auf. Die Wiesnfans erlebten das diesjährige Oktoberfest sogar als ein Fest „wie früher“, das Zeltwechsel, gemütliches Schlendern ohne Gedränge und eine harmonische Stimmung ermöglichte. Auch das neue Sicherheitskonzept kam gut an. Bürgermeister Josef Schmid lobte die durchweg gute Stimmung in diesem Jahr.

Schätzungsweise 5,6 Millionen Gäste kamen laut RAW zum Feiern auf die Theresienwiese. Im Jahr 2015 waren es 5,9 Millionen Besucher. Und erstmals dauerte die „kleine Wiesn“ ohne die „Oide Wiesn“ einen Tag länger und endete erst am Montag, 3.10. mit dem traditionellen Böllerschießen. Wiesnbegeisterte aus der ganzen Welt wollten sich das Fest nicht entgehen lassen: Darunter insbesondere am letzten Wiesn-Wochenende viele Italiener in Trachtenmontur. Laut Campingplätzen waren außerdem zahlreiche Gäste aus Australien, Brasilien, Neuseeland, Uruguay und den USA angereist.

Fakten zur Wiesn 2016 auf einen Blick

Gäste: 5,6 Millionen (2015: 5,9 Millionen)
Ochsenverzehr: 109 (2015: 114)
Kälber: 58 (2015: 50)
Stromverbrauch: 2,69 Millionen Kilowattstunden (-7 Prozent)
Wasserverbrauch: 110.000 Kubikmeter (leicht rückläufig)
Gasverbrauch: 188.000 Kubikmeter (15 Prozent unter 2012)
Fundstücke im Wiesn-Fundbüro: 2.915 (2015: 2.948)

Video: Fazit von Wiesn-Chef Josef Schmid zum Oktoberfest 2016

Reger Verzehr - Mitwirkende zufrieden

Bedienung mit Hendl, Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle

Weniger Besucher – weniger Verzehr in den Zelten? – nicht unbedingt! Im Vergleich zum letzten Jahr, in dem in der Ochsenbraterei ganze 114 Ochsen verspeist wurden, erscheinen die 109 Ochsen in diesem Jahr nur als geringer Unterschied. Die Kalbsbraterei meldet sogar einen Verzehr von 58 Kälbern, 2015 lag die Zahl noch bei 50.

Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte zeigen sich allesamt zufrieden mit dem diesjährigen Oktoberfest. Zwar gab es laut Sprecher der großen Wiesnwirte einen Rückgang an Essen und Trinken um 12 bis 15 Prozent zum Vorjahr, der Sprecher der kleinen Wiesnwirte ist insgesamt mit dem Verzehrkonsum in den kleinen Wiesnzelten sehr zufrieden. Das Wetter brachte Vor- und Nachteile: Im Straßenverkauf gab es einen regenbedingten Rückgang, die Gäste tummelten sich eher drinnen. Als die Temperaturen anstiegen, ging der Verkauf in Cafézelten zurück, dafür waren die Biergärten hervorragend besucht.

„Hendlhut“ und „Hulapalu“ – Souvenierverkauf und "Wiesnhit"

Fesches Outfit auf dem Oktoberfest, Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle So fröhlich schunkelten die Gäste in Zelten und den Gassen...

Einige Wiesnbesucher wollten sich heuer ihr Andenken gleich aus dem Zelt mitnehmen: die Ordner nahmen den Andenkenjägern rund 96.000 Bierkrüge ab. Bei den Käufern an den Standln war vor allem der offizielle Oktoberfest-Bierkrug ein Verkaufsschlager. Vom Wiesn-Postamt aus gingen Krüge u.a. nach Australien, Neuseeland in die USA und Skandinavien. Ein absoluter Renner waren heuer aber die munter vor sich hin wackelnden Hendl- und Sepplhüte, die zwischenzeitlich sogar vergriffen waren. Für die Schaustellerei verlief das Geschäft „in der Norm“. Die Besucher wollten aktiv mitmachen und vor allem Schieß- und Spielbuden waren beliebt.

Es kündigte sich zunehmend an: den Titel „Wiesn-Hit 2016“ verdient heuer „Hulapalu“ von Andreas Gabalier, „Ham kummst“ von Seiler und Speer belegt den zweiten Platz. Aber natürlich waren auch klassische Oldies but Goldies angesagt - darunter das „Fliegerlied“.

Wie munter und unterhaltsam es heuer auf der Wiesn zuging, zeigen unsere Videos...

Video: Auf der Suche nach dem Wiesnhit 2016

Einige Wiesnbesucher konnten den Wiesnhit schon aus dem Stegreif für uns zum Besten geben - andere brauchten noch das Smartphone zur Unterstützung beim Mitträllern von "Hulapalu".

Kuriose Fundstücke - von Stöckelschuhen bis zum Wiesn-Attest

Typische und kuriose Funde im Fundbüro 2015, Foto: Leonie Liebich
Foto: Leonie Liebich Nicht nur Schuhe und Kleidungsstücke verloren die Wiesnbesucher dieses Jahr.

Die Mitarbeiter des Wiesn-Fundbüros hatten auch 2016 wieder alle Hände voll zu tun. Und haben sich vermutlich mehr als nur einmal über die gefundenen Sachen gewundert. Insgesamt schlugen 2915 Fundstücke auf. Darunter befinden sich natürlich vor allem Gebrauchsgegenstände: 680 Kleidungsstücke, 660 Geldbörsen, 580 Ausweise, 410 Smartphones, 250 Brillen, 220 Schlüssel, 90 Taschen, 55 Regenschirme, 55 Schmuckstücke und 15 Fotoapparate zählten die Mitarbeiter. Es gab aber auch kurioses: ein Paar beige und braune Stöckelschuhe, zwei Hörgeräte, eine Kinderlederhose, ⁠⁠⁠zwei Romane "Nie wieder Blondinen" mit Widmung, ein Ipad, zwei GoPro-Kameras und eine Packung Paracetamol. Außerdem wurden noch zwei "brisante" Schriftstücke abgegeben: ein ärztliches Attest und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die Dauer der Wiesn.

Polizei spricht von „sicherer Wiesn“

Oktoberfest 2014, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die Münchner Polizei spricht von einer „sicheren Wiesn“ und lobt ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften. Auch das neue Sicherheitskonzept sei aufgegangen. Das bestätigt auch die Bundespolizei, die einen Rückgang der Gesamtstraftaten und Diebstählen verzeichnet und erläutert, dass das Rucksack- und Taschenverbot auf der Festwiese am Hauptbahnhof keine Probleme verursachte. Für das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war der Verlauf der Wiesn ruhig und normal. Kinderfundstelle und Jugendamt berichten von insgesamt 25 Kindern und Jugendlichen, die verloren gegangenen sind und betreut wurden. Mit dem Security Point im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ war und ist das Oktoberfest weltweit führend.

Auch bei der MVG lief der Verkehr von U-Bahn, Bus und Tram reibungslos und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Das Verkehrsaufkommen in der U-Bahn war vergleichsweise gering und viele Wiesn-Besucher waren diesmal zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese zu Fuß unterwegs. So musste der U-Bahnhof Theresienwiese 2016 „nur“ 35 Mal wegen Überlastung gesperrt werden, 2015 waren es ganze 130 Sperrungen.

Wiesn-Plakatwettbewerb 2017 beginnt am 17.10.!

Oktoberfest-Pressekonferenz Souvenirs, Foto: Melina Pfeffer / muenchen.de
Foto: Melina Pfeffer / muenchen.de Das Oktoberfestplakatmotiv 2015 auf verschiedenen Lizenzartikeln.

Kreative Köpfe aufgepasst! Kaum ist die Wiesn 2016 rum, beginnt schon die Einreichphase für das Wiesn-Plakat 2017: Zwischen 17.10. und 6.11. können heuer erstmals Plakatentwürfe auf muenchen.de hochgeladen werden. Welches Motiv es schließlich auf das offizielle Plakat, den Maßkrug und zahlreiche Lizenzartikel schafft, wird ab 2017 in einem offenen Online-Wettbewerb ermittelt. Ein Publikumsvoting trifft eine Vorauswahl von 30 Entwürfen, aus denen wiederum eine Fachjury den Siegerentwurf auswählt. Alle Infos zu den Teilnahmebedingungen findet man hier.

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