Sicherheitskonzept für die Wiesn 2017 vorgestellt

Oktoberfest bei Nacht

Neue Sicherheitsmaßnahmen für das Festgelände

(13.9.2017) Erstmals gibt es auf dem Oktoberfest heuer eine Lautsprecheranlage, die das ganze Festgelände erreicht. Außerdem werden ab sofort Besucher- und Lieferverkehr getrennt. Das sind die größten Neuerungen im Sicherheitskonzept für die Wiesn 2017, das Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle und Polizei-Vizepräsident Werner Feiler heute vorgestellt haben.

Neue Lautsprecheranlage, Besucher- und Lieferverkehr erstmals getrennt

Polizei auf der Wiesn., Foto: Exithamster

Die wichtigste Frage beantwortete Polizei-Vizepräsident Feiler gleich zu Anfang der Vorstellung: „Wie schon in den letzten Jahren herrscht weiterhin eine hohe abstrakte Gefährdungslage, es liegen allerdings keine Hinweise auf einen Anschlag vor.“ Die Polizei ist mit rund 600 Einsatzkräften auf dem Festgelände und im Umfeld unterwegs. Hinzu kommen die Ordnungsdienste auf dem Festgelände und die der Zelte.

Erstmals gibt es in diesem Jahr eine Lautsprecheranlage, die das gesamte Festgelände erreicht. Bei Bedarf können mithilfe dieser Anlage auch einzelne Bereiche oder Zelte angesteuert werden. Die Videoüberwachung wurde ausgebaut, in diesem Jahr gibt es 37 festinstallierte Kameras auf der Wiesn. Zudem tragen vier Einsatzteams der Polizei Bodycams, da in den letzten Jahren die Übergriffe auf Beamte zugenommen haben.

Zum ersten Mal wird bei der Wiesn 2017 auch der Liefer- und der Besucherverkehr getrennt. Das heißt, dass alle Fahrzeuge, die etwa Lebensmittel oder andere Dinge liefern, das Festgelände verlassen haben müssen, ehe die Besucher ab 9 Uhr auf die Theresienwiese dürfen. In diesem Zusammenhang ist auch die Neuerung zu sehen, dass nun alle Insassen eines Fahrzeugs einen Zugangskontrollbeleg für das Festgelände brauchen.

Am Rand des Festgeländes kommen erneut Hochsicherheitspoller zum Einsatz. Verschwenkungen und eigens aufgestellte Pflanzenkübel sollen den Verkehr verlangsamen und aus dem mittleren Sperrring fernhalten.

Bewährte Maßnahmen werden beibehalten

Erste Hilfe auf der Wiesn, Foto: Exithamster

Sicherheitsrelevante Meldungen werden über die kostenlose App KATWARN mitgeteilt. Auch die Münchner Polizei wird über Facebook und Twitter relevante Ereignisse kommunizieren. Darüber hinaus informiert auch die offizielle Oktoberfest-App der Stadt München über Verhaltensregeln und Sicherheitsbestimmungen.

Das Kreisverwaltungsreferat ist mit vier Dienststellen auf dem Festgelände vor Ort: Das Veranstaltungs- und Versammlungsbüro mit 16 Mitarbeitern, die Lebensmittelüberwachung mit sieben, das Wiesn-Fundbüro mit 28 und die Wiesn-Feuerwache mit bis zu 26 Dienstkräften.

„Die Mitarbeiter des KVR führen umfangreiche Kontrollen zum Verbraucherschutz durch, etwa Lebensmittel- oder Einschankkontrollen“, erklärt Kreisverwaltungsreferent Böhle. „Die Ordnungskräfte sind umfänglich sicherheitsdienstlich überprüft, nicht nur polizeilich, sondern bei allen infrage kommenden Stellen.“

Zahlreiche Maßnahmen aus dem Vorjahr, die sich bewährt haben, werden auf der Wiesn 2017 beibehalten. Dazu gehören unter anderem das Taschen- und Rucksackverbot, die Sperrringe rund und um das Festgelände und der Zaun um die Theresienwiese selbst.

Außerdem wurden wieder zusätzliche Mobilfunkstationen errichtet, die Branddirektion hat 28 Notrufmelder installiert. Der Rettungszweckverband München stellt für das Oktoberfest bis zu drei Notarzteinsatzfahrzeuge, 16 Rettungsfahrzeuge und fünf Krankentransportwagen. Auf dem Gelände steht zudem die Sanitätsstation zur Erstbehandlung von Verletzungen.

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Alle Maßnahmen sind eng mit Behörden abgestimmt

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München als Veranstalter des Oktoberfests hat das umfangreiche Sicherheitskonzept für die Wiesn 2017 erarbeitet. Die Maßnahmen sind eng mit dem Veranstaltungs- und Versammlungsbüro des Kreisverwaltungsreferats, der Branddirektion und dem Polizeipräsidium München abgestimmt.

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