Stadtrat lehnt Bierpreisdeckel für die Wiesn ab

Wiesn-Bedienung im Festzelt Zum Stiftl, Foto: Katy Spichal
Der Wiesn-Bierpreis wird auch in den nächsten Jahren nicht gedeckelt

Umsatzpacht wurde beschlossen, zusätzlicher "Wiesn-Montag" abgelehnt

(17.5.2017) Heute hat die Vollversammlung des Stadtrats über die von Wiesn-Chef Josef Schmid eingebrachten Vorschläge für das Oktoberfest abgestimmt: Eine Deckelung des Bierpreises wird es auch künftig nicht geben. Eine Umsatzpacht für Betriebe, die alkoholische Getränke ausschenken, wird mit dem Beschluss hingegen eingeführt. Als drittes wurde eine dauerhafte Verlängerung des Oktoberfests um einen zusätzlichen Montag vom Stadtrat abgelehnt.

Details zu den Kernpunkten, über die in der Vollversammlung abgestimmt wurde

Hacker Festzelt, Foto: Katy Spichal
Das Hacker Festzelt "Himmel der Bayern" von innen

Die Vorschläge für das kommende Oktoberfest, die Wiesnchef Josef Schmid am 21.2. erstmals vorstellte, konzentrierten sich auf drei zentrale Punkte. Erstens das Standgeld, das die Wirte bisher für die Wiesnzelte zahlen. Dieses soll, so Schmids Idee, in eine Umsatzpacht umgestellt werden. Dieser Vorschlag wurde vom Stadtrat angenommen.

Der zweite Kernpunkt war der Bierpreis. Damit aus der Umstellung der Pacht kein Automatismus entsteht, durch den die großen Wiesnzelte diese Mehrkosten auf den Bierpreis umlegen, wollte Schmid den Bierpreis drosseln. Für die nächsten drei Oktoberfeste bis 2019 sollte der Preis auf 10,70 Euro gedeckelt werden. Hierfür fand sich unter den Stadträten allerdings keine Mehrheit.

Drittens schlug der Wiesnchef dem Stadtrat vor, das Fest generell um einen Tag zu verlängern. Mit einem zusätzlichen „Wiesn-Montag“ am Ende solle das größte Volksfest der Welt entzerrt werden. Zusätzlich sollten sich auch wieder mehr Münchner zu einem Besuch eingeladen fühlen, nachdem ein Großteil der auswärtigen Besucher abgereist ist, damit der Volksfestcharakter erhalten bleiben. Auch dies lehnte die Vollversammlung des Stadtrats ab.

Mehr Aktuelles aus München

Top