Italienerwochenende auf der Wiesn

Italienerwochenende auf der Wiesn: Daniele kommt aus der Hafenstadt Ancona, Foto: muenchen.de / Dan Vauelle

Am zweiten Wochenende heißt die Wiesn inoffiziell "Festa d'ottobre": Auch 2017 feierten Italiener und Münchner gemeinsam das größte Volksfest der Welt. Wir haben uns umgeschaut und ein paar der freundlichen Nachbarn getroffen.

Ciao! So feierten die Italiener auf der Wiesn 2017

Italienerwochenende auf der Wiesn: Diese drei im Hofbräu Festzelt sind ebenfalls aus Italiens Hafenstadt Ancona, und zwar von links Alessandro, Giorgio, Alessandro, Foto: muenchen.de / Dan Vauelle

Nicht umsonst wird München oft als "nördlichste Stadt Italiens" bezeichnet. Denn die Italiener lieben München, oder Monaco di Baviera, wie die bayerische Landeshauptstadt auf Italienisch heißt. Ganz besonders zur Wiesnzeit! Viele Italiener sind schon echte Wiesnexperten und kommen seit Jahren immer wieder, haben Freunde und Familie mit dabei. Mit fast 20 Prozent stellen sie die meisten ausländischen Besucher auf der Wiesn. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr als 200.000 Italiener über die Alpen zum Besuch auf das Oktoberfest. Und das natülich nicht nur zum traditionell so genannten "Italienerwochenende", sondern verteilt auf die gesamte Wiesn-Zeit.

MVV-Auskunft auch auf Italienisch

Damit wirklich jeder den Weg zur Wiesn findet, gibt es die MVV-Auskunft zum Oktoberfest seit 2017 auch auf Italienisch. Außerdem lassen sich über das Sprachmenu der Website neben Deutsch auch Englisch, Spanisch, Französisch – und Bairisch auswählen.

Sicherheit auf Italienisch

Bürgermeister Josef Schmid begrüßt die Einsatzkräfte aus Italien und Frankreich, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

Die Münchner Polizei ist mit ihren Südtiroler Kollegen immer gut gerüstet für das "Italienerwochenende". Auch in diesem Jahr begrüßte Wiesn-Chef Josef Schmid wieder die Beamten aus dem Süden und überreichte ihnen einen Oktoberfest-Krug und ein Wiesn-Herz - selbstverständlich mit dem offiziellen Logo 2017.

Seit 2005 hat sich die Zusammenarbeit mit den italienischen Polizisten bewährt, die weit reichende Befugnisse haben und - was niemand hofft - auch ihre Waffe einsetzen dürfen. Dafür wurde eigens eine Ausnahmeregelung im bayerischen Polizeigesetz geschaffen. Sollte es zu Straftaten von italienischen Besuchern kommen, sind jedoch weiterhin die deutschen Behörden für die Strafverfolgung zuständig.

Auch die Münchner Berufsfeuerwehr setzt auf Unterstützung aus Südtirol. Beamte der Berufsfeuerwehr Bozen nahmen in den letzten Jahren in der Leitstelle der Feuerwehr die Anrufe von italienischen Gästen entgegen und waren auch weiterhin erreichbar. Und falls ein Italiener medizinische Hilfe braucht: Freiwillige des Südtiroler Landesrettungsvereins "Weißes Kreuz" helfen in der Sanitätsstation weiter.

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