Oktoberfest in Indien

Oktoberfest Indien

Das Oktoberfest gibt es längst nicht nur auf der Theresienwiese in München. Auf der ganzen Welt wird die Wiesn mittlerweile stilecht (naja, fast stilecht) kopiert. Sogar in Indien feiern die Menschen das Oktoberfest, in Pune (7.-9.10.11),  Mumbai (14.-16.10.11) und Neu Dehli (4.11.11) - mit allem, was dazu gehört: Bier, Trachten und bayerischer Musik. Uns erreichte folgende Meldung der Deutsch-Indischen Handelskammer aus der indischen Metropole Mumbai (dem früheren Bombay). Wer weiß, vielleicht kommt ein echter Wiesn-Fan jetzt auf die Idee einen Indien-Trip im Oktober einzulegen...?

"Wenn die Bierbänke in Deutschland wieder zusammen geklappt und die Zelte eingerollt werden, geht die Oktoberfestsaison in Indien gerade erst los. Deutsche Schlager wie „So a schöner Tag" und Frauen im Dirndl begegnen einem dann plötzlich mitten in Indien, wo man eigentlich Bollywoodmusik und Saris erwarten würde.

Bekannte deutsche Bands wie „Die Oberbayern“, die ein paar Wochen zuvor noch dafür gesorgt haben, dass im Münchner Festzelt „Kalbskuchl“ die Post abgeht, werden extra nach Mumbai, Pune und Neu-Delhi eingeflogen, um dort ebenfalls live aufzutreten. In riesigen Arealen unter freiem Himmel und ohne die Gefahr, dass es anfangen könnte zu regnen, lässt sich das traditionelle bayerische Volksfest in den indischen Großstädten mindestens genauso gut feiern wie in seiner Ursprungsstadt München. Deutsches Bier, deutsche Würste und andere Leckereien „Made in Germany“ tragen ihr übriges zu einem absolut authentischen „Wiesn“- Gefühl bei. Kein Wunder also, dass sich die Oktoberfestkultur in Indien immer größerer Beliebtheit erfreut.

Die Deutsch-Indische Handelskammer (IGCC) organisiert gemeinsam mit deutschen Firmen, deutschen Schulen und der deutschen Botschaft seit ein paar Jahren regelmäßig Oktoberfeste in den drei indischen Großstädten. In Neu Delhi findet das traditionelle Ereignis dieses Jahr bereits zum siebten Mal im Garten des Deutschen Hauses statt. In Pune und Mumbai wird die Pferderennbahn der Stadt zur Festwiese umfunktioniert. Auf der Rennbahn in Mumbai wird sogar ein Bierzelt aufgebaut, damit die Gäste auf klassischen Bierbänken bei einem frisch gezapften Erdinger Weissbier echte bayerische Gemütlichkeit erleben können. Es wird auf den Bänken getanzt, geschunkelt und so manch anderem bayerischem Brauch nachgekommen. Auch die Kleiderordnung wurde in den letzten Jahren von vielen eingehalten. Kurzum, die Oktoberfeste in Mumbai, Delhi und Pune fallen vielleicht etwas kleiner aus, stehen ihrem Original in München aber sonst in nichts nach.

Und wer weiß: Für das Milliardenvolk der Inder wäre es vermutlich ein Leichtes den Rekord von rund sechs Millionen Besuchern auf dem Oktoberfest in München bald zu toppen. Dass sich die Besucherzahlen an allen drei Festorten mit jedem weiteren Veranstaltungsjahr ungefähr verdoppeln, ist auf jeden Fall ein erstes Indiz dafür. Mumbai konnte in seinem ersten Jahr bereits 9 000 Besucher verzeichnen und musste aufgrund des riesigen Andrangs zeitweise sogar den Einlass stoppen.

Doch das Schild „Wegen Überfüllung geschlossen“ gehört auf einem echten Oktoberfest ja genauso dazu wie Weißwürste und Radi. Für dieses Jahr erwartet die Handelskammer in Mumbai weit über 10 000 Gäste auf dem 2000 Quadratmeter großen Mahalaxmi Race Course. Damit lassen sich die Mumbaier Rekordzahlen vom Vorjahr – 14 000 Liter Bier und 200 kg Würstchen - sicherlich noch um Einiges in die Höhe treiben.

Es laufen auch Planungen für Oktoberfeste in weiteren Städten Indiens. Schon bald könnte sich das Oktoberfest in ganz Indien ausbreiten und von einer „rein-bayerischen“ zu einer „deutsch-indischen“ Tradition werden, die die beiden Länder noch ein Stück näher zusammen bringt."

Quelle: Deutsch-Indische Handelskammer