Dieter Reiter - Der Wiesn-Chef
In Sendling wuchs er auf, hatte die Wiesn schon als Kind quasi vor der Haustüre: Jetzt ist Dieter Reiter der Chef des größten Volksfests der Welt. muenchen.de stellt das neue Gesicht an der Spitze des Oktoberfests vor.
Dieter Reiter und die Wiesn
Foto: Wolfgang Nickl
Das Oktoberfest kennt er schon ganz lange. Als Dieter Reiter gerade einmal zwei Jahre alt war, zog er mit seinen Eltern und Geschwistern von Rain am Lech nach Sendling. Erste Erinnerungen ans Oktoberfest hat der Wiesn-Chef aus den frühen 60er Jahren: "Ich denke mal, dass es so 62, 63 war, als ich das erste Mal auf der Wiesn war" - zusammen mit seinen Eltern und den beiden Brüdern. "Damals war’s noch ein klein wenig übersichtlicher", so Reiters Eindruck im Rückblick.
Dass es auf der Wiesn beim Feiern im Zelt auch mal etwas lauter wird, stört den 55-Jährigen nicht. Denn: "Zum Leidwesen meiner Umwelt spiele ich Gitarre - gern auch mal laut!". Aber weniger die Wiesn-Hits. Reiters großes Idol auf der Gitarre ist Mark Knopfler, Chef der Band Dire Straits - "ein begnadeter Gitarrist..."
Die Musik ist für Dieter Reiter Ausgleich zur Arbeit im Büro: Erst kam er als Diplomverwaltungswirt in die Städtekämmerei, später dann arbeitete im Münchner Steueramt. Seit 2009 ist der SPD-Politiker als Referent für Arbeit und Wirtschaft im Stadtrat tätig. Bei der Arbeiterwohlfahrt, bei Ver.di und beim Münchner Mieterverein ist Reiter Mitglied. Sogar für die Freiwillige Feuerwehr ist der dreifache Vater im Einsatz. Dazu jetzt seine neue Aufgabe als Wiesn-Chef.
Dieter Reiter im Interview mit muenchen.de
Ein Bayer mit Affinität zum hohen Norden
Reicht die Gitarre nicht mehr für die nötige Entspannung, sucht Dieter Reiter Erholung im hohen Norden. Besonders Dänemark hat es ihm als Urlaubsziel angetan. Auch bei der Literatur ist er Skandinavien-Fan: Daheim im Wohnzimmersessel greift Reiter am liebsten zu schwedischen Krimis.
Zum Abschalten wird Dieter Reiter aber in der nächsten Zeit kaum kommen. Denn als neuer Wiesn-Chef ist die Zeit vor dem Oktoberfest die stressigste. Sein größter Wunsch: Dass die Wiesn "völlig ohne größere Unfälle abläuft".
Persönlich freut sich Dieter Reiter aufs Anzapfen: "Es ist immer wieder ein Erlebnis wie so viele Menschen auf so engem Raum vor dieses Faß stehen können. Es ist schon ein Erlebnis wenn man da ganz hautnah dabei sein darf".
