So geöffnet 10:00 - 22:00

Kennt Ihr Käthe Müller? Als "Steilwand-Kitty" war sie in den 30er Jahren die schnellste und mutigste Frau auf der Wiesn. Das Museumszelt auf der Oidn Wiesn ist voller spannender Geschichten vom Oktoberfest und setzt anhand von originalen Exponaten den Schaustellern ein lebendiges Denkmal. Tanzmusik und altbayerische Spezialitäten begleiten die nostalgische Zeitreise...

Bilder: Das Museumszelt auf der Oidn Wiesn

Erinnerung ans Steilwandfahren

Impressionen von der Oidn Wiesn, Foto: muenchen.de/Katy Spichal

Meist kommen die Schausteller bei der Wiesn viel zu kurz, dabei steckt die Zunft so viel Herzblut in die Unterhaltung der Oktoberfestbesucher. Um ihre Geschichte zu würdigen, betreibt die „Historische Gesellschaft Bayerischer Schausteller e.V.“ das Museumszelt auf der Oidn Wiesn. Die Exponate stammen von der „Münchner Schausteller-Stiftung“, deren Sammlung das Jahr über im Münchner Stadtmuseum verwahrt ist.

Das heute noch beliebte Steilwandfahren auf der Wiesn war mit der „Steilwand-Kitty“ in München eine frühe Ikone und hat eine eigene Abteilung im Zelt. Schließlich war eine Frau wie Käthe, die waghalsig durch "Pitts Todeswand" raste, in den 30ern und 40er Jahren eine Sensation. Unter dem Künstlernamen Käthe Mathieu begeisterte sie das Publikum auf dem Motorrad und sogar im Auto. Mit bis zu 100km/h drehte sie ihre Runden und verdrehte dabei sicher auch so manchen Kopf.

Nostalgische Fahrgeschäfte und Schausteller-Wohnwagen

Impressionen von der Oidn Wiesn, Foto: muenchen.de/Katy Spichal

Worauf die Münchner vor über hundert Jahren schossen, seht Ihr an der Schießbude von 1905 - das Schmuckstück der Familie Großmann erkennt Ihr an der großartig bemalten Fassade. Die sprichwörtlichen "leuchtenden Kinderaugen" löst sicher das Münchner Springpferdekarussell aus dem Jahr 1945 aus. Wer wie anno dazumal naschen möchte, findet im „Wiener Eis Palast“ Süßigkeiten wie aus dem Jahr 1937. Für die Ohren drehen sich die immer noch funktionsfähigen Jahrmarktsorgeln im Außenbereich. Hier könnt Ihr auch einen Blick auf die alten Bulldogs und Zugmaschinen werfen, mit denen die Schausteller und ihre Ausrüstung unterwegs waren.

Denn leicht war der Beruf nie - immer waren die Schausteller auf Reisen: Wie sie gelebt haben, verrät ein Wohnwagen aus den 1950er Jahren. Noch bis 2003 wurde dieser auf dem Oktoberfest von der Wiesn-Pressestelle als Anlaufstelle für die Presse genutzt.

Wer auf eine Zeitreise des Wiesn-Designs gehen will: In der Sonderausstellung „65 Jahre Oktoberfest Plakat“ erinnert das Museumszelt an die Wiesnmotive der vergangenen Jahrzehnte. Für alle, die beim Bairisch parlieren auf der Oidn Wiesn nicht mitreden können, hilft der Stand des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte e.V. weiter. Hier dürfen Preiß'n und Möchtegern-Münchner einen Sprachtest ablegen.

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Wiesn-Spiele für Kinder, Tanzlmusik und altbayerische Schmankerl

Impressionen von der Oidn Wiesn, Foto: muenchen.de/Katy Spichal

Für junge Museumsbesucher organisiert "Lilalu" ein Programm für Familien, Schulklassen und Kindergärten. Die Kinder toben sich bei historischen Wiesn-Spielen wie Sacklaufen, Kegelschießen oder Hosenlaufen und Blindekuh aus und probieren alte Jahrmarktsattraktionen wie Zauberei, Seiltanz und Einradfahren. Die Historie des Oktoberfests geben „Geschichtenerzähler“ an das junge Publikum weiter und mit Führungen tauchen Besucher noch tiefer ein.

Wer vom vielen Schauen hungrig wird: Das Museumszelt hat 300 Sitzplätze sowie mehrere Stehtische und serviert altbayerische Spezialitäten wie Münchner Zwiebelfleisch oder ein Hochzeitsessen "Ochsenbrust". Von Montag bis Freitag gibt's einen Mittagstisch für 7,50 Euro. An der "Historischen Wurstbraterei" warten deftige Würstel und Bier vom Fass.

Passend zum Zelt ist auch die Musik: Auf der Bühne vom "Urwald-Dämonen" spielen täglich um 12 und 17 Uhr wechselnde bayerische Kapellen traditionelle Tanzlmusik.

Das Museumszelt ist von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Teilnahme am Kinderprogramm kostenlos. Reservierungen per Email museumszelt.oidewiesn@gmail.com oder Telefon: 0174/2467183.

Mehr Infos zum Programm und den Exponaten im Museumszelt

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5 Bewertungen zu Museumszelt

4
5 Bewertungen
  • von am

    Das Beste Zelt auf der Oidn Wiesn.Kulinarisch das beste Essen. Bedienung (besonders die etwas ältere) super flott, immer alles im Blick.Musikalisch die richtige Mischung, für jeden was dabei.Die Ausstellung schön anzuschauen. Der "Bayerntest" eine gute Sache.Und wo gibt es im Bierzelt ein Karussell? Unser erster Weg ist seit bestehen der Oidn Wiesn ins Museumszelt und wird es auch bleiben.Hier passt alles.

  • von am

    Als langjähriger Besucher der Wies'n verbringe ich gerne die Zeit in der Oide Wies'n.Sehr angenehm ist hier das 'ruhigere Publikum ' und die Lautstärke. Das Museumszelt ist hierbei unsere erste Anlaufstelle. In diesem Jahr ist in dem Museumszelt ein sehr altes Kinderkarussell, welches die eigenen Kindheitserinnerungen wieder aufleben lässt.Das Bier wird hier noch in Tonkrügen ausgeschenkt und es ist wirklich sehr, sehr lecker. Auch zu empfehlen ist die Vorspeisenplatte (eigentlich zu viel für eine Person) und der Kaiserschmarren. Aus meiner Sicht, der Beste der Wies'n.Wer die Wies'n auf seine ruhige und freundliche Art erleben will, ist hier genau richtig.Meine Bitte an die Leitung der Oide Wies'n: Bitte erhaltet sie, denn sie zeigt allen Besuchern, wie schön und ursprünglich die Wies'n früher einmal war. Wir kommen im nächsten Jahr wieder ins Museumszelt.Viel Erfolg und eine friedliche Wies'n

  • von am

    Hallo, wir waren am Eröffnungstag 2015 im Museums Zelt. Wir bekamen zum Glück noch Platz und wurden sehr freundlich, zügig und gut bedient. Speisen und Getränke 1a. Kann man nur empfehlen!

  • von am

    Wir waren am überfüllten 3.10.14 im Museumszelt am runden tisch. Den tisch hatten wir uns regelrecht "erwartet". Aber: Dieser Tisch wurde nicht bedient. Nachdem ich eine "Nachbars-Kellnerin" gefragt hatte, sagte sie freundlich: Ich darf nicht!! Der junge Kellner von derNnebenreihe wollte sich um JEMAND bemühen. Dann sahen wir lange keinen Kellner. Endlich war wieder einer in Sicht. Ich ging hin und der freundliche Kellner meinte , dass er nichts mehr aufnehmen kann und jemand sucht. Dann kam nach mind. 30 Min. JEMAND in roter Weste mit grimmigem Gesicht. Ich ging ihm entgegen und wagte es ihn an der Hand leicht zu berühren........... ich wollte ihn ja ja nur freundlichst fragen ob er zu uns kommen könnte (8 Personen am Tisch). Dann brüllte er mich an: Fassen Sie mich nicht an. ich bin nicht im KZ sondern bei der Arbeit. Aber er kam zu uns. Genervt sah er uns an undbei der essensbestellung gab es nur Worte wie: Aus!! Mir vorwurfsvollem Gesicht nach dem Motto: natürlich ist das Essen aus und dann meinte er: ICH will jetzt nur die Getränke und fürs Essen (was ja AUS war) kommt ein anderer Kellner. Mich übersah er völlig und so konnte ich auch kein getränk bestellen .... so schnell war er weg. Strafe folgte: Er bekam von den anderen kein trinlgeld. Einer am Tisch beschwerte sich über sein Benehmen. Daraufhin war er natürlich gleich weg. Dann kam der auch überforderte freundliche Kellner und nahm alles auf. Der nette Kellner war in heller Lederhos und trug eine Brille und hatte einen 3-Tages-Bart und war am Samstag den letzten Tag dort (so sagte er uns das). ich schreieb das auch nur, damit sie ihn im nächsten Jahr wieder einstellen. Den älteren Kellner in roter Weste wollen wir nie wieder sehen. Übrigens; es kam ein Besucher an unseren Tisch als der unfreundl. Kellner bei uns die Wiesnkrüge abstellte. Er beschwerte sich, da er die Bierkrüge in den Rücken geschubst bekam. natürlich hatte es ih nicht interessiert. Ich hatte es gesehen und der Gang war nicht überfüllt. man könnte Absicht unterstellen. Leider schreibt nicht jeder seine Erfahrungen......... Indiesem sinne ................ Schlußfazit: Vermutlich interessiert Sie das nicht wirklich, denn das Geschäft lief ja gut ..................

  • von am

    Wir waren am 30.9. am Abend im Museumszelt, Hier herrschte gute Stimmung mit hervorragender Blasmusik aus Chieming. Die Stimmung wurde aber sehr getrübt durch 2 äußerst unfreundliche Bedienungen. Nach längerem Warten fragten wir beim vorbeikommenden Kellner ob wir ein bier haben könnten, Die barsche Antwort lautete, ja wenn sie an der reihe sind. Wir verließen den Platz und gingen zu einer weiblichen Bedienung, die uns genauso unhöflich behandelte, auch dort wollten wir nicht bleiben und versuchten unser Glück bei einer dritten Bedienung, Diese war von Anfang an sehr freundlich und. so konnten wir einen wunderschönen Abend im Museumszelt verbringen.

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