1860 München besiegt Rosenheim

TSV 1860 München - TSV 1860 Rosenheim: Die Pressekonferenz nach dem Spiel

2:0 im ausverkauften Grünwalder Stadion

(29.7.2017) Den Löwen ist ein Last-Minute-Sieg gelungen: Beim 2:0 im ausverkauften Grünwalder Stadion traf, nach einem Rosenheimer Eigentor in der 88. Minute, Timo Gebhart kurz vor Schluss.

In der Schlussphase verstärkten die Löwen den Druck

Ein Sieg, der wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft sei, befand 1860-Trainer Daniel Bierofka in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Jetzt haben wir schonmal neun Punkte im Rücken, nach vier Spielen. Wir haben uns die drei Punkte erkämpft und erfightet. Für Siege gibt es keinen Ersatz“, so der Löwen-Trainer.

Die Löwen taten sich zunächst schwer gegen gut stehende Rosenheimer, die schnell nach vorne spielten. Dennoch hatte der TSV 1860 in der zwölften Minute nach einem Standard von Timo Gebhart aus dem rechten Halbfeld die erste Großchance. Jan Mauersberger kam am zweiten Pfosten zum Kopfball, der Rosenheimer Torwart Dominik Süßmaier kratze die Kugel jedoch aus dem rechten unteren Eck. Auf der anderen Seite musste in der 19. Minute Marco Hiller Kopf und Kragen gegen Danijel Majdancevic riskieren, um den Rückstand zu verhindern, als Majdancevic nach einem Pass in die Tiefe frei vor dem Löwen-Keeper auftauchte.

Bis zur Halbzeit gelang es den Münchnern nicht Ruhe und Struktur in ihr Spiel zu bringen. Es ging torlos in die Kabine. In der 51. Minute nahm sich der Jüngste auf dem Feld, Lino Tempelmann, ein Herz und zog aus 17 Metern halbrechts ab. Sein Schuss ging nur knapp am langen Pfosten vorbei. Einen Freistoß aus 20 Metern setzte Gebhart neben das kurze Eck (54.). Glück für die Löwen in der 58. Minute, als sich Felix Weber und Mauersberger auf Torwart Hiller verließen, der aber in seinem Tor blieb. Ludwig Räuber vergab aber die Führungschance für die Gäste.

In der Schlussphase verstärkten die Münchner den Druck, was aber aufgrund von vielen Ungenauigkeiten nur teilweise gelang. Auch Standard-Chancen wurden leichtfertig vergeben. Philipp Maier kam in der 87. Minute an der Strafraumkante frei zum Schuss, verzog aber. Erst in der 89. Minute kam die Erlösung: In der 88. Minute fiel das 1:0 - ein Eigentor: Der Rosenheimer Keeper faustete die Kugel seinem Mitspieler Matthias Heiß in den Rücken von dort prallte sie ins Tor. In der Nachspielzeit vergab Karger das 2:0, als er vollkommen frei vor Süßmaier aus 14 Metern den Ball übers Tor hämmerte. Kurz vor Schluss traf dann Timo Gebhart zum 2:0 ins leere Tor.

Bierofka lobte nach dem Spiel vor allem die Fans. „In Phasen, wo die Mannschaft nervös ist oder ihr die Frische fehlt, haben sie uns geholfen. Sie hätten viel Fingerspitzengefühl gezeigt, nicht gepfiffen. „Dafür muss ich mich bei den Zuschauern bedanken, dass sie so hinter der Mannschaft gestanden sind.“ Im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg II  am Dienstag, 1.8., muss der TSV 1860 allerdings auf die Unterstützung seiner Fans verzichten. Der DFB verurteilte den Verein zu einem "Geisterspiel" vor leeren Rängen.

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