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Drehkreuz Flughafen München: Wie funktioniert ein "Hub"?

Flugverkehr, Foto: Flughafen München

Der Münchner Flughafen ist ein großes Drehkreuz, ein sogenannter "Hub". Was das bedeutet, wie es funktioniert und wie die Umwelt davon profitiert..

Von München in die ganze Welt

Rollfeld des Flughafens München, Foto: Flughafen München

Wer den Erfolg des Münchner Flughafens verstehen will, muss wissen, wie ein Drehkreuz – neudeutsch: ein Hub – funktioniert. Dieses Betriebsmodell nützt den Passagieren, der Umwelt und den Airlines.
Dass Passagiere aus ganz Bayern heute von München aus direkt nach Ancona, Danzig, Tirana oder Montreal fliegen können, fühlt sich ganz selbstverständlich an – ist es aber nicht: Obwohl die Stadt Hamburg sogar etwas größer ist als München, erreichen seine Einwohner keines dieser Ziele direkt. Insgesamt bietet der Münchner Flughafen mit über 200 Destinationen fast doppelt so viele Nonstop-Verbindungen an wie der Hamburger Airport.

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Volle Flugzeuge dank Zubringerflügen

Flugzeuge am Münchner Flughafen, Foto: Flughafen München

Die Ursache? Drehscheiben-Logik! Neben Frankfurt fungiert München als zweiter deutscher Hub. Der Begriff kommt von "Hub & Spoke"- System, bei dem die Speichen ("Spokes") die Zubringer für die Nabe ("Hub") darstellen. Airlines wie Lufthansa fliegen dadurch effizienter. Ihre Maschinen erreichen über Knotenpunkte mehr Ziele mit weniger Flügen und besser ausgelasteten Flugzeugen. Ein gut funktionierendes Drehkreuz trägt damit zur Verbesserung der Umwelt- und Klimabilanz des Luftverkehrs bei. Ein Rechenbeispiel: Will man fünf Flughäfen direkt miteinander verbinden, braucht man 20 Flüge. Wird hingegen einer davon zum Hub, sind nur noch acht Flüge nötig, um alle Ziele zu verbinden. Nur durch Hubs lassen sich viele Ziele wirtschaftlich erreichen. Gäbe es von jedem deutschen Flughafen eine Direktverbindung nach San Francisco, wären die meisten Flüge ebenso leer wie eine S-Bahn, die ohne Halt von Hallbergmoos nach Herrsching fährt. Tatsächlich sitzen in einer Lufthansa-Maschine von München nach San Francisco Passagiere aus rund 40 Zubringerflügen.

Flughafen München von oben, Foto: Flughafen München

Die Münchner profitieren also beim Reisekomfort davon, dass sie unmittelbar an einer Schnittstelle sitzen, die sie direkt in alle Welt bringt. Ganz schön bequem! Dem Münchner Flughafen selbst bringt der Hub-Status deutlich mehr Flugbetrieb und jährlich rund 15 Millionen Umsteiger, die im Terminal auch einkaufen, essen oder vielfältige Serviceangebote nutzen – und somit tausende Arbeitsplätze sichern.

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