Schlussverkauf ist Schnäppchenjägerzeit: Wo gibt es die meisten Prozente? Wo sind die verlockenden Slogans wie "Sale", "Reduziert!", "SSV" oder "WSV" zu sehen? Im Moment ist allerdings Ruhepause für Schlussverkaufspezialisten, die zweimal im Jahr, nämlich im Sommer und im Winter, zu ihrer Höchstform finden. Wer nicht auf die offiziellen Termine warten will, der kann sich aber sicher sein, dass er auch schon früher auf gesenkte Preise stößt, denn viele Läden beginnen schon früher mit den verlockenden Angeboten.
Die Waren müssen raus, denn schon gleich nach dem Schlussverkauf soll Platz für Ware der nächsten Saison sein. Damit die Saisonbekleidung möglichst zügig das Feld räumt, wird mit Rabatten nicht gegeizt: Um 30, 50 und vereinzelt sogar um 80 Prozent reduziert wandern die Artikel über den Tresen. Nicht nur in Münchens Einkaufsmeilen wie Neuhauser- oder Hohenzollernstraße werden Waren zu Schleuderpreisen angeboten, sondern auch in den Baumärkten, Lebensmittel- und Sportgeschäften.
Der Grund dafür: Es gibt keine bundesweite einheitliche Regelung mehr. Blieb der Schlussverkauf traditionell der Textil- und Bekleidungsbranche vorenthalten, liegt es mittlerweile im Ermessen der Ladenbesitzer, wann sie die Prozenteschilder in die Schaufenster kleben. Momentan nehmen nach Einschätzung des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandles etwa drei Viertel der Händler am Preissturz teil.
Übrigens: Für Schnäppchenjäger lohnt es sich, auch bei den exklusiven Läden in der Maximilianstraße oder den Fünf Höfen vorbeizuschauen, denn auch diese beteiligen sich fleißig an den Rabattaktionen. Doch alles hat irgendwann ein Ende, denn nach ca. zwei Wochen ist der Schlussverkauf wieder vorbei und die Lager ausgeräumt. Schnäppchenjäger müssen dann wieder ausharren, aber der nächste Schlussverkauf steht ja wieder vor der Tür.




