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"Get The Party Started" - der Titel des Hits, mit dem Alecia Beth Moore aka P!INK anno 2002 international durchstartete, war in der Tat der große Startschuss für ihre Karriere. Den Schub hat es offensichtlich auch gebraucht, nachdem sich das erste Album "Can't Take Me Home" zwar in den Staaten und Großbritannien in den Top 20 wiederfand und mehrere Singles in den TopTen platzieren, aber ansonsten international nicht wirklich punkten konnte.
Wirklich aufmerksam wurde man erst, als sie sich gemeinsam mit Lil' Kim, Christina Aguilera und Mýa dank des Titels "Lady Marmelade" weltweit auf Platz eins der Charts wieder fand. Nur kurz darauf erschien ihr Album "M!issundaztood", von dem am Ende insgesamt schlappe 14 Millionen Expemplare verkauft wurden. Ein neuer Popstar war geboren.
Wobei in eben jenem Popsektor, in den man P!NK zunächst hineinkategorisierte, Christina Aguilera und Britney Spears gerade um die Weltherrschaft buhlten. Und genau da wollte die Sängerin nun wirklich nicht hin. Die erste Ansage, dass wir es bei ihr definitv nicht mit der nächsten Britney zu haben und dass sie das Business durchaus kritisch im Blick hatte, lieferte die Single "Don't Let Me Get Me". Und spätestens das nächste Album "Try This" und die Auskopplung "Trouble" brachte ganz klar die Punkrock-Wurzeln von P!NK an den Tag.
Die Dinge waren also zurecht gerückt und die Sängerin tat genau das, was man in so einem Falle nicht tun sollte: Sie verschwand von der Bildfläche. Mehr als zwei Jahre war von Frau Moore so gut nichts zu hören und zu sehen - im schnelllebigen Musikgeschäft fast schon tödlich für eine junge Karriere. Doch 2006 meldete sich P!NK zurück und der Albumtitel war ein eindeutiges Statement: "I'm Not Dead!" Und mehr als das: Mit dem Album konnte sie erstmals den ersten Platz der US-Charts für sich beanspruchen.
Entsprechend gebannt warteten wir also auf den nächsten Streich! Und wieder überraschte uns die 29-Jährige: "Das ist das verletzlichste Album, das ich je gemacht habe", erklärte sie zu ihrem aktuellen Album "Funhouse". "Auf meinem ersten Album 'Can't Take Me Home' war ich wegen einem Typen angepisst und hab' mich mit Hilfe der Platte davon befreit. 'M!issundaztood" war sehr persönlich und ebenfalls befreiend. Jede Platte war immer noch persönlicher als der Vorgänger und entsprechend noch befreiender. Ich denke in zwei Jahren habe ich dann alle mein Probleme verarbeitet." Aber keine Angst, der Seelenstriptease von P!NK war stets höchst unterhaltsam und bleibt es auch auf "Funhouse". Dafür sorgen schon alleine Songs wie die rotzige Singleauskopplung "So What!", in der sie einmal mehr mit ihrem Star-Image kokettiert und nicht gerade zimperlich mit ihrem Ex ins Gericht geht.
Also nach wie vor Party statt Befindlichkeiten, was natürlich auch die besten Voraussetzung für energiegeladene Konzerte mit dem P!NKschen Gute-Laune-Faktor ist. Frei nach dem Motto: Mir ist nichts peinlich, solange die Musik stimmt und alle ihren Spaß haben.
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