Ausgrabungen in Freiham: Sensationelle Funde aus der Vergangenheit

Ausgrabungen in Freiham bei München. Galerie

(München, 21.5.2014) Bei Ausgrabungen auf dem Gebiet des künftigen Münchner Stadtteils Freiham machten Forscher sensationelle Entdeckungen. Am Dienstag wurden der Öffentlichkeit einige Funde vorgestellt: Zeugnisse einer Besiedlung im 6. Jahrhundert vor Christus und Öfen aus der Römerzeit.

Ausgrabungen in Freiham bei München., Foto: Kommunalreferat
Foto: Kommunalreferat

Im Gebiet des künftigen Münchner Stadtteils Freiham lebten wohl schon lange vor Christi Geburt Menschen. Bereits in der Hallstattzeit, also im 7./6. Jahrhundert v. Chr., gab es hier eine Siedlung mit mehreren Hofstellen. Dies belegen Pfostengruben im Norden Freihams, die bei archäologischen Ausgrabungen im Auftrag des Kommunalreferats entdeckt wurden. Wie Projektleiter Mario Hölzl der "tz" sagte, waren die Wohnhäuser nur bis zu 25 Quadratmeter groß.

Neben Pfostengruben und Keramikscherben aus der Hallstattzeit fand man auf dem Gebiet der künftigen Grundschule "An der Aubinger Allee" auch zwei große und gut erhaltene Öfen aus der Römerzeit. Diese wurden wohl zur Ziegelherstellung genutzt und lagen am Rand einer Siedlung, in der es auch Steingebäude gab. Bislang wurde erst ein Teil des Gebietes untersucht, also ist mit weiteren Entdeckungen zu rechnen. Laut Kommunalreferent Axel Markwardt will die Stadt die Funde nach Ende der Ausgrabungen der Öffentlichkeit zugänglich machen.

In Freiham am westlichen Stadtrand Münchens entsteht ein komplett neuer Stadtteil, in dem 20.000 Menschen leben und 7.500 arbeiten sollen. Ab 2017 sollen die ersten Bewohner nach Freiham ziehen.

Pressemitteilung des Kommunalreferates zur Ausgrabung in Freiham

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