Olympiastadion wird umfassend saniert

Luftaufnahme vom Olympiastadion im Olympiapark München, Foto: Olympiapark München
Foto: Olympiapark München

Wirtschaftsausschuss fällt Grundsatzentscheidung

(20.1.2015) Das Olympiastadion soll umfassend saniert werden: Der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats beschloss das am Dienstag in einer Grundsatzentscheidung. Durch die Sanierung soll sichergestellt werden, dass auch weiterhin Musikkonzerte von Weltstars und andere Großveranstaltungen im Olympiastadion stattfinden können.

Zur Anwendung soll das Sanierungskonzept „Fokus“ kommen, das eine umfassende Renovierung mit geschätzten Kosten von 76 Millionen Euro vorsieht. Nach dem Umbau soll das Stadion in seiner Gesamtheit sinnvoll nutzbar sein, erläutert Olympiapark-Chef Arno Hartung, und vor allem der Bau von sogenannten Interimsbauten während Großveranstaltungen, der sehr kostenintensiv ist, reduziert werden. Wann der Umbau begonnen wird und wie lange die Arbeiten dauern, steht noch nicht fest. Der Stadtrat muss der Grundsatzentscheidung in seiner Vollversammlung in der kommenden Woche noch zustimmen.

Das Olympiastadion wurde für die olympischen Spiele 1972 gebaut und anschließend für Sportevents genutzt, z.B. für Heimpartien des FC Bayern München und zeitweise auch des TSV 1860. Seit dem Umzug der beiden Vereine in die neue Allianz Arena wird das Olympiastadion hauptsächlich für Open-Air-Konzerte oder große Public-Viewing-Events genutzt.

"Stadion darf kein Freilichtmuseum werden"

Bürgermeister Josef Schmid freute sich als Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft über den Beschluss: "Es ist mir ein großes Anliegen, das Olympiastadion fit für die Zukunft zu machen. Es handelt sich um ein Wahrzeichen der Stadt München, das sich nicht zum Freiluftmuseum zurück entwickeln darf. Mit der heute beschlossenen umfassenden Sanierung wird es im Olympiastadion auch in Zukunft Veranstaltungen aller Größenordnungen geben können."

SPD-Fraktionschef Alexander Reissl ergänzte: "Wir wollen nicht das Risiko eingehen, dass Weltstars München meiden, weil wir ihnen keinen geeigneten Veranstaltungsort bieten können. Wenn wir dafür nun so viel Geld ausgeben, ist das ein klares Bekenntnis zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Erbe Olympiapark und zum Stadion als Konzertbühne."

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