Dieter-Hildebrandt-Preis für Kabarett wird 2016 eingeführt

Ehrung ersetzt den städtischen Kabarettpreis

(16.4.2015) Der Kulturausschuss des Stadtrats beschloss heute die Auslobung des Dieter-Hildebrandt-Preises für Kabarett. Bereits im kommenden Jahr soll der mit 10.000 Euro dotierte Preis erstmals verliehen werden und somit den städtischen Kabarettpreis ersetzen. Die Vollversammlung des Stadtrats muss den heutigen Beschluss noch bestätigen.

Dieter Hildebrandt, der mit Sendungen wie "Notizen aus der Provinz" und "Scheibenwischer" das politische Kabarett in Deutschland über Jahrzehnte hinweg prägte, lebte bis zu seinem Tod im November 2013 lange Jahre in München. Als Gründer der Lach- und Schießgesellschaft in Schwabing schuf er eines der herausragendsten Ensembles im Deutschland der Nachkriegszeit. Um das Andenken an den legendären Kabarettisten zu ehren, schlug Oberbürgermeister Dieter Reiter im vergangenen Jahr die Auslobung des Dieter-Hildebrandt-Preises vor. Der Kulturausschuss des Stadtrates hat die Umsetzung dieses Vorschlages nun beschlossen. Schon ab 2016 soll er jährlich verliehen werden und den bisher im zweijährlichen Rhythmus vergebenen städtischen Kabarettpreis ersetzen. Dessen für 2015 vorgesehene Vergabe wird ausgesetzt.

Politisches und gesellschaftliches Kabarett wird gewürdigt

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wendet sich explizit an Kabarettisten oder Ensembles, die sich mit politischen oder gesellschaftlichen Programmen bereits profilieren konnten. Eine vom Stadtrat berufene Jury wird im Vorfeld Kandidaten nominieren, über die letztlich der Stadtrat entscheidet.

Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte, Dieter Hildebrandt habe „nicht nur das politische Kabarett, sondern die politische Kultur in Deutschland insgesamt entscheidend geprägt. München kann und soll seinen Ruf nicht nur als Künstlerstadt, sondern insbesondere auch als Wahl-Heimat der besten Kabarettistinnen und Kabarettisten durch die Einrichtung des Dieter Hildebrandt-Preises stärken.“

Weitere Informationen in der Beschlussvorlage des Stadtrates

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