Gedenkstätte zum Olympia-Attentat: Konzept vorgestellt

Entwurf der Olympiagedenkstätte, Foto: Brückner & Brückner Architects
Foto: Brückner & Brückner Architects Der Siegerentwurf der Architekten Brückner & Brückner wird an den Standort am westlichen Lindenhügel des Olympiaparks angepasst.

Erinnerungsort soll im Herbst 2016 eröffnet werden

(1.7.2015) Ein Ort, der die Erinnerung am Leben erhalten soll: Der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat am Montag das Konzept zur Gedenkstätte für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 vorgestellt. Der Erinnerungsort am sogenannten westlichen Lindenhügel des Olympiaparks soll die Biographien der zwölf Opfer in den Mittelpunkt stellen. Die Eröffnung ist für den Herbst 2016 geplant.

Inhaltliches Konzept aus drei Kernpunkten

Das inhaltliche Konzept von Dr. Spaenle besteht aus drei zentralen Kernpunkten: Neben den Biographien der Opfer soll auch der genaue Ablauf des Anschlags dokumentiert sowie dessen Folgen in einen (sport-)historischen Zusammenhang eingeordnet werden: „Bei der inhaltlichen Konzeption des Erinnerungsortes ist die Arbeitsgruppe der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit - in engem Dialog mit Angehörigen der Opfer, mit den zuständigen Behörden sowie dem Generalkonsulat des Staates Israel ‑ weit vorangekommen“, beschreibt der Kultusminister den aktuellen Stand.

Dr. Spaenle: "Attentat darf nicht in Vergessenheit geraten"

Der Siegerentwurf der Architekten Brückner & Brückner soll im Wesentlichen umgesetzt, allerdings an den nun wohl endgültigen Standort am westlichen Lindenhügel angepasst werden. Auch mit der Gemeinde Fürstenfeldbruck werden derzeit Gespräche geführt, da auf dem Areal des ehemaligen Fliegerhorsts ebenfalls eine Gedenkstätte entstehen soll. Hier fand der Anschlag von 1972, bei dem elf israelische Sportler, ein bayerischer Polizist und fünf Attentäter ums Leben kamen, sein tragisches Ende. Dr. Spaenle betonte daher nochmals: „Das brutale Attentat im Umfeld der friedlichen XX. Olympischen Spiele wirft auch über 40 Jahre danach Fragen zu Ursachen, Ablauf und Konsequenzen auf. Es darf nicht in Vergessenheit geraten.“

Mehr Aktuelles aus München

München-Meldungen im Überblick

Top