Bombenfund in Schwabing vom 28.10.

Fliegerbombe in Schwabing Galerie

(29.10.2014) Die am 28.10.2014 in Schwabing gefundene Bombe wird von einer Spezialfirma fachgerecht entsorgt. Anders als vor gut zwei Jahren konnte der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vor Ort entschärft werden. Rund 2.000 Anwohner aus den anliegenden Gebäuden mussten zuvor evakuiert werden, durften aber noch am selben Tag wieder zurück in ihre Häuser.

So funktioniert die Entsorgung der Bombe

Die Entsorgung der entschärften Bombe, die von einer Spezialfirma übernommen wird, funktioniert folgendermaßen: Die Bombe wird in einem Spezialdepot zersägt. Anschließend werden die Stahlteile des Blindgängers noch einmal auf Sprengstoffreste untersucht und, wenn garantiert keine Gefahr mehr besteht, entsorgt. Anschließend wird der Sprengstoff von Experten separat vernichtet.

Entschärfung dauert rund 25 Minuten

Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde bei Bauarbeiten im Kreuzungsbereich Tristanstraße und König-Marke-Straße entdeckt. Die eingeleitete Evakuierung verlief ohne Probleme, die Bewohner nahmen die Maßnahmen von Polizei und Feuerwehr gelassen hin. Busse brachten einige der betroffenen Anwohner zu den eingerichteten Notunterkünften in den Gymnasien an der Karl-Theodor-Straße bzw. an der Borschtallee, viele nutzten die Wartezeit für einen Besuch im Restaurant oder kamen bei Freunden und Verwandten unter.

Bei der 125-Kilo-Bombe handelte es sich um einen herkömmlichen Aufschlagzünder, der problemlos vor Ort von Sprengmeister Martin Tietjen entschärft werden konnte. Die Bombe hatte keinen Langzeitzünder wie die Bombe, die vor zwei Jahren in Schwabing gefunden wurde, und die gesprengt werden musste. Die Entschärfung dauerte insgesamt rund 25 Minuten.

So sah die Bombe aus

Polizei und Feuerwehr räumten anliegende Straßen

Bombe Schwabing Feuerwehr, Foto: David-Pierce Brill
Foto: David-Pierce Brill

Die Polizei und Feuerwehr räumten vor der Entschärfung Teile der Rümannstraße, Isoldenstraße, Wartburgplatz, Eisenacher Straße, König-Marke-Straße, Heckscherstraße, Leopoldstraße, Parzivalstraße und des Parzivalplatzes. Die Patientenzimmer an der Seite Isoldenstraße des Klinikums Schwabing wurden geräumt. Auch die Schönklinik waren von Räumungsmaßnahmen betroffen. Während der Entschärfung kam es zu Straßensperrungen und Unterbrechungen beim öffentlichen Nahverkehr: Leopoldstraße, Rümannstraße, Isoldenstraße und Parzivalstraße waren in dem betroffenen Bereich gesperrt. Die Tramlinie 23 war unterbrochen, mehrere Buslinien wurden umgeleitet.

Der Evakuierungsradius

Bombenfunde in München

Im Stadtgebiet München werden bei Bauarbeiten jährlich mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, die von Experten entschärft werden müssen. Die zentnerschweren Fliegerbomben liegen zum Teil in mehreren Metern Tiefe. Selbst Experten können nicht einschätzen, wie viele Blindgänger unentdeckt im Boden liegen. Laut dem Bayerischen Innenministerium stellt der Freistaat jährlich rund 700.000 Euro für die Beseitigung von Kampfmitteln zur Verfügung.

Bombenfund in Unterföhring

(München, 9.7.2014, 9:45 Uhr) Die in Unterföhring gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Abend (8.7.) erfolgreich entschärft. Der 125-Kilo-Blindgänger war am Morgen bei Bauarbeiten entdeckt worden. Eine Evakuierung von Anwohnern war nicht notwendig. Allerdings mussten etwa 6.000 Angestellte aus den benachbarten Büros am Unterföhringer Medienpark bis ca. 18 Uhr das Gelände räumen. Die S8 zum Flughafen wurde im Streckenabschnitt Ismaning bis Johanneskirchen zwischen 18 und 19 Uhr gesperrt.

Die Entschärfung der in Unterföhring entdeckten Fliegerbombe am 8.7. war nach Polizeiangaben etwa gegen 19:10 erfolgreich beendet. Der Sprengmeister hatte etwa gegen 18 Uhr mit den Arbeiten begonnen. Nach der erfolgreichen Entschärfung wurde der Sicherheitsradius von 500 Metern im Umkreis der Bombe aufgehoben.

Bauarbeiter hatten den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg gegen 10 Uhr vormittags in etwa 1,50 Meter Tiefe entdeckt. Er besaß einen mechanischen Aufschlagzünder, von dem allerdings nach Einschätzung der Polizei keine Gefahr ausging.

Im Umkreis des Fundorts an der Betastraße, Ecke Mittelfeldstraße, befindet sich der Medienpark Unterföhring. Dort haben mehrere Fernsehsender und weitere Medien ihre Büros. So mussten zwar keine Bewohner evakuiert werden, allerdings wurde für die Entschärfung ein Sicherheitsradius von 500 Metern eingerichtet, so dass ca. 6.000 Personen aus den betroffenen Büros das Gelände bis um 18 Uhr räumen mussten.

Auch die S-Bahn zum Flughafen war von der Bombenentschärfung betroffen. Zwischen 18 und 19 Uhr war der Streckenabschnitt zwischen Ismaning und Johanneskirchen gesperrt. Reisende in Richtung Flughafen wurden gebeten, die S1 zu nutzen.

Bilanz des Bombenfunds in Perlach

Am 6.3.2014 wurde eine 250 kg schwere Fliegerbombe auf einem Feld an der Hochäckerstraße im Münchner Stadtteil Perlach gefunden. Die Fliegerbombe wurde abends vom Kampfmittelräumdienst entschärft, es gab keine Komplikationen. Die zuvor evakuierten Personen konnten um 20 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurück. Die Sperrung der Autobahn und der betroffenen Bereiche wurde aufgehoben.

Für die Entschärfungsarbeiten wurde ein erweiterter Absperrbereich im Durchmesser von 1000 Metern eingerichtet. Etwa 1000 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen. Bereits um 18:20 Uhr wurde die A8 zwischen Neubiberg und Ramersdorf in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Im betroffenen Bereich stellte auch die MVG den Betrieb ein.

Der Evakuierungsbereich umfasste Dellauerweg - Sandgrubenweg - Peralohstraße - Schreivogelstraße - Lehenweg - Fasanjägerstraße - Schloßbauerstraße - Teile der Hockäckerstraße - Stümpflingstraße - Bodenschneidstraße - Görzer Straße - Mitterweg - Puechbergerstraße - Am Jagdweg.

Betroffene Bürger konnten während der Entschärfungsarbeiten die Grundschule an der Balanstraße in der Balanstraße 153 aufsuchen und die Polizei hatte ein Bürgertelefon eingerichtet.
 

Bilanz des Bombenfundes im Allacher Forst

Wegen eines Bombenfundes in Allach wurden die Bewohner am 16. September 2013 rund um den Fundort evakuiert - außerdem kam es zu Verkehrseinschränkungen. Kurz nach Mitternacht war die Fliegerbombe erfolgreich entschärft und alle Bewohner konnten wieder zurück in ihre Wohnungen.

Im Allacher Forst ist am 17. September 2013, kurz nach Mitternacht, eine 450kg schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Eine Spaziergängerin hatte die Kriegsaltlast am Nachmittag des 16. September 2013 entdeckt und die Polizei verständigt.

Nachdem der Fund vom Kampfmittelräumdienst ausgegraben und als Amerikanische Fliegerbombe identifiziert war, begannen die umfangreichen Vorbereitungen zur Entschärfung.

Alle Bewohner in einem Sperrkreis von 800 Metern um den Fundort mussten ihre Wohnungen verlassen. Als Notunterkunft wurden ihnen die Franz-Nißl-Schule und das Pfarrheim Maria Himmelfahrt angeboten. Dort wurden die Anwohner unter anderem von den Maltesern und dem BRK betreut.

Die zunächst für 20:30 Uhr geplante Entschärfung des Sprengkörpers musste aber dann verschoben werden, da zu diesem Zeitpunkt die Räumungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen waren. Auch eine Hochdruckgasleitung und die noch ausstehende Sperrung des Luftraumes sorgten für eine weitere Verzögerung der Entschärfung. Da in der Nähe auch die Bahntrasse nach Ingolstadt und Gleise der S-Bahnlinie nach Dachau sowie der Allacher Tunnel liegen, war der Zugverkehr und der Verkehr auf der A 99 ebenfalls beeinträchtigt. Der Betrieb auf der Linie der S 2 wurde um 20:15 Uhr eingestellt. Nachdem sich die Entschärfung der Bombe verzögerte, wurde auch die Sperrung der Bahnstrecke verschoben.

Um 23:50 Uhr waren schließlich alle Sperrungsmaßnahmen abgeschlossen. So konnten die Kampfmittelräumer gegen Mitternacht mit ihrer Arbeit beginnen. Schon kurze Zeit später, gegen 0:18 Uhr war die Bombe entschärft.

Die betroffenen Anwohner, die bis zu dieser späten Stunde in den Notunterkünften oder anderweitig ausgeharrt hatten, konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr München und der Berufsfeuerwehr im Einsatz, die von umfangreichen Kräften der Rettungsdienstorganisationen, der Polizei und Bundespolizei unterstützt wurden. 

Quelle: Branddirektion München

Bilanz des Bombenfunds in Trudering

Die am 2. Juli 2013 bei Bauarbeiten gefundene Bombe in Trudering wurde noch am selben Tag erfolgreich entschärft. Die Sperrungen wurden am späten Nachmittag laut Feuerwehr aufgehoben, der Betrieb bei Bus, U-Bahn und Tram wurde wieder aufgenommen.

Bombe Bombenfund München Trudering, Foto: Berufsfeuerwehr München
Foto: Berufsfeuerwehr München

In einer Baugrube an der Hans-Jakob-Straße Ecke Roßsteinstrasse in Trudering wurde am Vormittag des 2.7.2013 eine 250 kg schwere Fliegerbombe entdeckt. Das Gebiet um die Baugrube wurde weiträumig abgesperrt, wodurch der Straßenverkehr und öffentliche Nahverkehr in Trudering und Berg am Laim für einige Stunden eingeschränkt werden musste. Insgesamt wurden etwa 1000 Personen, darunter Schulen und Firmen für die Einsatzdauer evakuiert. 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst unterstützten die Polizei bei Absicherungs- und Evakuierungsmaßnahmen. Gegen 15 Uhr dann die Entwarnung: Die Bombe konnte entschärft werden.

Bilanz der Bombensprengung in Schwabing 2012

Eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am 27. August 2012 bei Bauarbeiten entdeckt worden. Eine geplante Entschärfung erwies sich komplizierter als zuerst gedacht: Die Bombe hatte nach Angaben des Sprengmeisters vor Ort einen chemischen Langzeitzünder - es bestand akute Explosionsgefahr. Zur Verstärkung des Teams vor Ort wurde extra ein Bombenexperte aus Brandenburg angefordert. Auch dessen Entschärfungsversuche scheiterten, der hochgefährliche Blindgänger musste gesprengt werden.

Schon am Abend des 27. Augusts 2012 (Montag) waren zahlreiche Schwabinger von der Evakuierung betroffen. Für Anwohner, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen konnten, wurden Notunterkünfte in Schulen eingerichtet. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) machte sich in der Feilitzschstraße ein Bild über die Lage am Fundort.

Am Dienstag wurde die Evakuierungszone von 800 auf 1000 Meter ausgeweitet. Rund 3000 Menschen konnten bis zum Abend nicht mehr in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die Straßen im Sperrgebiet glichen denen einer Geisterstadt, auch alle Geschäfte blieben geschlossen.

Bildergalerie: Schwabing wieder offen

Video der Sprengung

Sprengung der Fliegerbombe / Schwabing, München / 28.8.2012 from Simon Aschenbrenner on Vimeo.

Die Folgen der Sprengung

Schäden in der Wohnung

OB Ude klärt mit dem Freistaat Hilfen für Härtefälle ab

Die "Sueddeutsche" berichtet am Mittwoch über die ersten Schadenszahlen. Dabei handelt es sich um mindestens drei bis vier Millionen Euro. Diese Zahlen nannte die Versicherungskammer Bayern - der größte Gebäudeversicherer im Freistaat. Ob anderen Versicherern Schadensmeldungen vorliegen, darüber gibt es noch keine Informationen.

Mitarbeiter der Lokalbaukommission und Statiker untersuchten nach der Explosion alle betroffenen Gebäude. Die positive Bilanz: Keines der Häuser sei einsturzgefährdet.

Einige Wohnungen sind jedoch so stark zerstört, dass sie unbewohnbar sind. Münchens OB Christian Ude führt mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann Gespräche über öffentliche Hilfen, die für Opfer der Schwabinger Bombenexplosion erforderlich werden könnten. Dabei geht es um Härtefall-Regelungen.

Geschädigte, die einen Härtefall darlegen wollen, können ihre Unterlagen noch bis 28. September beim Sozialbürgerhaus Schwabing – Freimann, Taunusstraße 29, 80807 München, Telefon 233-33010 oder 233-33013 einreichen.

Die Pressekonferenz nach der Sprengung

Auf einer Pressekonferenz informieren Polizei, Feuerwehr, KVR und Experte Dr. Andreas Heil über Ablauf und Auswirkungen der Sprengung.

Infos und Video von der Pressekonferenz

Die Nacht mit der Bombe

Der Abend war eigentlich ganz anders geplant. Ein schönes Abendessen sollte es geben, irgendwo draußen, irgendwo in der Nachbarschaft. Doch statt pesce grigliato bei Kerzenschein gabs Spaghetti mit Pesto auf der Fensterbank.

Der Erlebnisbericht eines Schwabingers

Auch der öffentliche Nahverkehr litt unter Einschränkungen

Im Nahverkehr kam es zu Behinderungen: Die Sperrung des U-Bahnhofs "Münchner Freiheit" wurde am 28. August auch auf die Bahnhöfe Giselastraße, Bonner Platz und Dietlindenstraße ausgeweitet. Betroffen war auch der Tramverkehr. Mit Ersatzbussen verstärkte die MVG die Buslinien 50 und 177 bis zur U6-Haltestelle Studentenstadt.

Sprengung kurz vor 22 Uhr

Die Feuerwehr begründete die Sprengung des Blindgängers am Abend damit, dass es zu gefährlich sei, die Bombe einfach liegen zu lassen. "Kälte, Wärme oder Regen könnten sie im jetzigen Zustand zur unkontrollierten Explosion bringen", so ein Sprecher.

Um kurz vor 22 Uhr brachten die Sprengexperten den Blindgänger zur Detonation. Eine Druckwelle erschütterte die nähere Umgebung, Fensterscheiben zerbarsten. Die Feuerwehr musste nach der Explosion in der Feilitzschstraße mehrere Brände löschen. Es gab keine Verletzten.

Grafik: 1 Kilometer Evakuierungsradius am 28. August


Erstellt am: 28.8.2012
Letztmalig geändert am: 29.10.2014

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