SWM/MVG bestellen 22 neue Avenio-Trambahnen

Die neue Avenio Tram der MVG, Foto: MVG / WWellige
Foto: MVG / WWellige Ab 2017 sollen viele weitere Avenio-Trambahnen wie diese durch München fahren

Firma Siemens soll den Zuschlag erhalten

(15.9.2015) Ab dem Jahr 2017 sollen 22 neue Trambahnzüge vom Typ Avenio durch München rollen. Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens wollen die SWM/MVG bei der Firma Siemens die Züge bestellen. Sie sollen die Kapazität des Münchner Tramnetzes weiter erhöhen. Die Züge lassen sich miteinander verbinden und könnten so bis zu 48 Meter lang werden.

Lieferung ab Mitte 2017 zugesagt

Bevor die Bestellung bei Siemens offiziell getätigt werden kann, müssen die Stadtwerke und die MVG noch eine zehntägige Frist abwarten, in der unterlegene Mitbewerber aus dem Ausschreibungsverfahren eventuelle Einsprüche erheben können. Danach wird der Münchner Konzern den Auftrag erhalten, 22 neue Trambahnen vom Typ Avenio zu liefern. Siemens hat einen Lieferbeginn ab Mitte 2017 zugesagt. Das Auftragsvolumen für die 22 Trambahnen liegt einschließlich diverser Reserve- und Beistellteile wie z. B. Fahrkartenautomaten bei rund 70 Millionen Euro.

Züge lassen sich zusammenkoppeln

An Stelle der neuen Züge sollen 13 ältere Trambahnen des Typs R 2.2 ausgemustert beziehungsweise dienen künftig als Ersatzteillager für die noch im Betrieb verbleibenden Züge desselben Typs. Durch diesen Austausch erhöht sich die Kapazität für Personenbeförderung im Münchner Trambahn-Netz erheblich. Denn die neuen Avenio-Trams, von denen je neun zwei- und dreiteilige Züge sind, sollen werktags im Berufsverkehr zu sogenannten Doppeltraktionszügen zusammengekoppelt werden. Diese bieten dann rund 260 Sitzplätze und sollen auf den Linien 20/21 eingesetzt werden. Mit rund 48 Metern werden sie die längsten jemals eingesetzten Trambahnen in München sein. Die Ausschreibung an Siemens enthält auch drei sogenannte Optionslose mit insgesamt bis zu 124 Einheiten beziehungsweise bis zu 106 Doppeltraktionszügen die in den Jahren nach 2017 geliefert werden könnten.

MVG-Chef König freut sich über neue Kapazitäten

MVG-Geschäftsführer Herbert König, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

MVG-Chef Herbert König freut sich über den anstehenden Zuwachs im Münchner Tramnetz: „Mit dieser Bestellung verbessern wir die Kapazität der Münchner Tram weiter ganz erheblich: 13 ältere Züge mit insgesamt 2028 Plätzen werden durch 22 neue Züge mit insgesamt 3208 Plätzen ersetzt; damit können wir das Platzangebot im Bestandsnetz um mehr als 1.000 Plätze signifikant erhöhen, darunter auch auf der Linie 16, die durch die extrem erfolgreiche Verlängerung nach St. Emmeram einen massiven Fahrgastzuwachs aufzuweisen hat.“
 

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