Totale Mondfinsternis in München

Mondfinsternis über München am 28.9.2015, Foto: picture alliance / dpa
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Höhepunkt des Spektakels begann gegen 4 Uhr nachts

(28.9.2015) Was für ein außergewöhnliches Spektakel am Münchner Himmel: Heute Nacht konnte man eine totale Mondfinsternis beobachten. Dank des sternenklaren Himmels war der sogenannte Blutmond trotz leichten Nebels sehr gut zu sehen. Der Höhepunkt der Mondfinsternis fand ab ca. 4 Uhr statt. Wer also früh aufgestanden ist, hatte einen beeindruckenden Blick auf den roten Mond, der über München leuchtete.

Mond tritt in den Kernschatten der Erde ein

 Totale Mondfinsternis München, Foto: Immanuel Rahman
Foto: Immanuel Rahman Archivbild

Der Mond versinkt vollständig im Schatten der Erde: Wenn diese Konstellation eintritt, spricht man von einer totalen Mondfinsternis. Nach 2 Uhr traf in dieser Nacht in München der Mond auf den Halbschatten der Erde, was sich Halbschattenfinsternis nennt. Gegen 3 Uhr begann der Eintritt in den Kernschatten (partielle Mondfinsternis) und ab ca. 4 Uhr war dann die totale Mondfinsternis zu bewundern.

Früh aufstehen lohnte sich also, denn der blutrote Mond ist ein beeindruckendes Fotomotiv, das man nicht alle Tage vor die Linse bekommt. Zumal im September der sogenannte „Erntemond“ das Firmament ziert, was bedeutet, dass der September-Vollmond besonders groß zu sehen ist. Eine vergleichbare Konstellation mit einer totalen Mondfinsternis in so großer Nähe zur Erde gibt es nach Berechnungen der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie übrigens erst am 2.9.2574 wieder.

Langwelliges Sonnenlicht für "Blutmond" verantwortlich

Anders als die Sonne bei einer totalen Sonnenfinsternis ist der Mond bei einer totalen Mondfinsternis weiterhin sichtbar. Das liegt daran, dass das Sonnenlicht durch die Brechung in der Erdatmosphäre in den Schattenkegel des Mondes hineingelangt. Das gilt vor allem für die langwelligen roten Anteile des Sonnenlichts, sodass der Mond rot scheint und daher auch „Blutmond“ genannt wird. Die totale Mondfinsternis war nicht nur in Mittel-, West- und Nordeuropa, sondern unter anderem auch in weiten Teilen Nordamerikas oder im westlichen Afrika in voller Länge zu beobachten.

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