Muse liefern ein Rock-Spektakel in der Olympiahalle

Die Band Muse bei ihrem Live-Auftritt in der Olympiahalle, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read Die Bühne in der Olympiahalle bot einen spektakulären Anblick.

Beeindruckende Show in ausverkaufter Olympiahalle

(1.4.2016) Sie kamen, um zu beweisen, dass sie zu den größten Rockbands der Welt gehören. Der Beweis ist Muse beim gestrigen Konzert in der Olympiahalle gelungen. Eine spektakuläre 360-Grad-Bühne mit anspruchsvollen visuellen Effekten war das eine - der intensive Auftritt der Band um Matt Bellamy das andere. Das Münchner Publikum in der ausverkauften Halle ließ sich von der Spielfreude der Briten anstecken.

Spektakuläre 360-Grad-Bühne und schwebende Drohnen

Die Band Muse, Foto: Danny Clinch
Foto: Danny Clinch

Eine derart spektakuläre Bühne hat die altehrwürdige Olympiahalle selten gesehen. Muse waren zwar schon immer für ihre bombastischen Liveauftritte bekannt, doch auf der aktuellen „Drones“-Tour zieht die britische Band alle Register: Ein riesiger Laufsteg mit einem großen, um 360 Grad drehbaren Körper in der Mitte der Halle ermöglichte den Zuschauern im gesamten Rund den perfekten Blick auf die drei Protagonisten. Frontmann Matt Bellamy und Bassist Chris Wolstenholme wechselten permanent die Seiten, und sogar Schlagzeuger Dominic Howard drehte sich im Laufe des Abends auf seinem Podest mehrfach im Kreis. Passend zum apokalyptischen Tenor des neuen Albums „Drones“ schwebten riesenhafte Drohnen durch die Halle und auf den Mega-Leinwänden über der Bühne blitzten Botschaften eines totalitären Regimes auf. Trotz dieses pompösen Settings besannen sich Muse von der ersten Sekunde an auf ihre Stärken und boten eine nahezu perfekte Rock-Show. Das stampfende „Psycho“ gab zum Auftakt gleich die Richtung vor und brachte das Publikum in Wallung. Direkt danach folgte der Klassiker „Plug In Baby“, bei dem die ausverkaufte Olympiahalle den Refrain übernehmen durfte.

Neue Lieder und Klassiker halten sich die Waage

Im weiteren Verlauf stand natürlich das aktuelle Album im Vordergrund der Setliste: „Dead Inside“, „Mercy“ oder „The Handler“ kamen in ihrer wieder entdeckten Reduziertheit gut an. Den frenetischsten Jubel ernteten aber die älteren Hits wie „Supermassive Black Hole“ oder „Uprising“. Doch wer glaubte, Matt Bellamy und Kollegen würden dem Münchner Publikum nur die erfolgreichsten Stücke aus ihren mittlerweile schon sieben Studioalben präsentieren, sah sich getäuscht. Perlen früherer Tage wie „Citizen Erased“ und „Stockholm Syndrome“ ließen sicherlich die Herzen vieler langjähriger Fans höher schlagen. In der Schlussphase des intensiven, knapp zwei Stunden langen Auftritts schlug die Band dann leisere, orchestrale Töne an, ehe es zum großen Finale mit dem abgedrehten „Knights of Cydonia“ noch einmal Vollgas-Rock gab. Danach war Schluss: Muse ließen sich ausgiebig und völlig zu Recht feiern. Und das Publikum konnte auf dem Heimweg zufrieden festhalten: Band überragend, Bühne spektakulär, Abend gelungen.

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