SWM und MVG eröffnen erste Schnellladestation für Elektrofahrzeuge

Die erste Schnellladestation für Elektrofahrzeuge der SWM und MVG, Foto: SWM
Foto: SWM (v.l.) Florian Bachmann, Taxiverband München, Wolfgang Christl, Handwerkskammer München, Erna-Maria Trixl, SWM Geschäftsführerin Vertrieb, Gunnar Heipp, Leiter Strategische Planungsprojekte MVG, Benedikt Jäger, TUM.

Verbesserung der E-Mobilität im Taxi- und Gewerbeverkehr

(28.4.2016) Schnell und einfach laden am Arabellapark: Die erste Schnellladestation der Stadtwerke München und der Münchner Verkehrsgesellschaft ist seit gestern in Betrieb. Gängige Elektrofahrzeuge aus dem Gewerbebereich können damit in nur einer halben Stunde bis zu 80 Prozent aufgeladen werden. Über die Wahl des Standorts entschied das Projekt „VEM – Virtuelle Elektromobilität im Taxi- und Gewerbeverkehr München“. Gerade im Taxigewerbe werden Schnellladestationen dringend benötigt, denn Zeit ist schließlich Geld.

In nur 30 Minuten 80 Prozent der Batteriekapazität laden

Die erste Schnellladestation für Elektrofahrzeuge der SWM und MVG, Foto: SWM
Foto: SWM

Elektroautos wie der E-Golf, der BMW i3 und der Nissan Leaf können von nun an in der Englschalkinger Straße am Arabellapark schnell und unkompliziert aufgeladen werden: In 30 Minuten erreicht eine leere Batterie bereits rund 80 Prozent ihrer Ladekapazität und das sogar mit einem dualen System, "einem technisch diskriminierungsfreien Ansatz", wie Gunnar Heipp, Leiter Strategische Planungsprojekte bei der MVG, erklärt. Das System mit 50 kW Leistung ermöglicht die Ladung nach zwei internationalen Ladestandards. So können E-Fahrzeuge an einem zweiten konventionellen Ladepunkt „wie an den anderen SWM Ladestationen mit bis zu 22 kW laden – und damit immer noch rund 6 Mal schneller als an der Haushaltssteckdose.“

Ladekartensystem und 100 Prozent Ökostrom

Damit der Nutzer von der Zeitersparnis profitieren kann, ließ die SWM sogar extra einen zusätzlichen Stromverteilerkasten errichten. Zur Aktivierung der Station benötigen die Fahrer momentan allerdings noch eine Tankkarte der SWM oder des Verbunds „ladenetz.de“. Je nach Ladekarten-Anbieter wird dann der entsprechende Tarif berechnet. In Zukunft soll aber auch spontanes Laden ganz ohne Karte möglich sein. Und auch in Sachen Energieerzeugung steht die Schnellladestation ganz im Zeichen der Umwelt: „Wie an den 18 ‚konventionellen‘ SWM Ladesäulen mit ihren 47 Ladepunkten fließt auch an der Schnellladesäule 100 Prozent sauberer M-Ökostrom“, versichert Erna-Maria Trixl, SWM Geschäftsführerin Vertrieb.

Ehrgeizige Ziele des VEM-Projekts für mehr Elektromobilität

Die erste Schnellladestation für Elektrofahrzeuge der SWM und MVG, Foto: SWM
Foto: SWM Erna-Maria Trixl, SWM und Gunnar Heipp, MVG.

Laut Heipp soll die Ladestation ein „multimodaler Baustein für ein Netz künftiger Mobilitätsstationen“ sein. Sie ist das Ergebnis des VEM-Kooperationsprojekts, bei dem in Zusammenarbeit mit der TU München Möglichkeiten erforscht wurden, den Taxi- und Gewerbeverkehr in München zu elektrifizieren. Zwar gibt es von Seiten der Unternehmer noch Bedenken bezüglich Kosten, Funktionalität und Reichweite der verfügbaren Fahrzeuge, da z.B. Taxis oft akute Zwischenladungen und damit flächendeckende Schnellladesäulen benötigen, aber die Beteiligten am VEM-Projekt arbeiten zielstrebig am Ausbau der Lade-Infrastruktur in München.

Nächste Ziele für die Stadt sind: der Ausbau der Schnellader an Taxi-Hotspots, die Bezuschussung der Anschaffung von E-Fahrzeugen im Gewerbe und z.B. ein ermäßigter Parkausweis für Handwerker und soziale Dienste mit E-Fahrzeugen. Der Abschlussbericht des VEM-Projekts soll im Juli 2016 vorliegen, aber die Standortplanungen für die nächsten Ladestationen laufen bereits. Die SWM/MVG führen den Aufbau im Auftrag der Landeshauptstadt München durch.

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