München bekommt einen Künstlerfriedhof im Waldfriedhof

Waldfriedhof Fürstenried - Alter Teil, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal Der Alte Teil des Münchner Waldfriedhofs.

Das Gräberfeld 41 als neue Ruhestätte

(10.6.2016) München bekommt erstmals einen „Künstlerfriedhof“: das historische Gräberfeld 41 auf dem Waldfriedhof in Großhadern, eine besonders idyllische Fläche, wird künftig als Ruhestätte für ausgewählte prominente Künstlerpersönlichkeiten dienen. Dies hat der Stadtrat gestern beschlossen.

Grabstätte für ausgewählte Persönlichkeiten

Waldfriedhof Fürstenried, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal Der Alte Teil des Münchner Waldfriedhofs.

In Zukunft wird die München seinen eigenen „Künstlerfriedhof“ haben, wie der Gesundheitsausschuss des Stadtrats beschlossen hat. An wen die einzelnen Gräber vergeben werden, entscheidet der Oberbürgermeister im Benehmen mit dem Ältestenrat des Stadtrates. Der Künstlerfriedhof soll nicht nur die Trauerkultur fördern, sondern auch ein attraktiver Besuchsort für Einheimische und Touristen werden. „Es freut mich sehr, dass verdienten Persönlichkeiten der Landeshauptstadt München eine besondere und angemessene Grabanlage angeboten werden kann und der Münchner Stadtrat den erforderlichen Restaurierungsmaßnahmen zugestimmt hat“, erläutert Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt.

Prominente Lage in der Idylle des Waldfriedhofs

Der Alte Teil des Münchner Waldfriedhofs.

Der Waldfriedhof ist einer der vier großen Friedhöfe Münchens und noch dazu sehr charmant. Er besteht seit dem Jahr 1907 und war damals der erste Friedhof weltweit, der in einem bestehenden Wald angelegt wurde. So entdeckte ihn auch die künstlerische und gesellschaftliche Avantgarde für sich und schuf sich zum Teil mitten im Wald repräsentative Grabstätten.

Auch das Gräberfeld 41 im Waldfriedhof ist besonders schön und prominent gelegen: als eine Lichtung mitten im Wald mit kleinen Waldpfaden und Grabsteinen, die sich ideal in die natürliche Umgebung einpassen, besitzt die Ruhestätte eine angenehme Atmosphäre. Und direkt gegenüber liegt sogar das Grab des Literatur-Nobelpreisträgers Paul Heyse. Ab 1912 baute der Künstler-Unterstützungsverein hier viele Gräber, doch mittlerweile sind all deren Grabnutzungsrechte erloschen, so dass die Anlage zunächst denkmalschutzgerecht saniert werden muss. Ab dann soll sie als Künstlerfriedhof fungieren.

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