Domagkpark wird Testfeld eines EU-Forschungsprojekts

Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle, Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle

Neue Ansätze für Wohnen und Mobilität

(27.10.16) Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle hat im Neubaugebiet Domagkpark das EU-Forschungsprojekt CIVITAS ECCENTRIC gestartet. Ziel des Projekts ist es, mehr Lebensqualität und vollständige Mobilität zu gewährleisten, ohne dass ein eigenes Auto nötig ist.

Neubaugebiet Domagkpark wird zum Testfeld

Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle im E-Auto , Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle im E-Auto

Das Neubaugebiet Domagkpark wird zum Testfeld für neue Formen von Mobilität. München möchte auf die Herausforderungen bei den Themen Wohnen und Mobilität reagieren. Ziel des Kreisverwaltungsreferats und der Münchner Projektpartner ist es, mehr Lebensqualität und vollständige Mobilität zu gewährleisten, ohne dass ein eigenes Auto nötig ist. Das von der EU geförderte Projekt CIVITAS ECCENTRIC sucht Lösungen für zukunftsorientierte Mobilität in Siedlungen am Stadtrand – wissenschaftlich untersucht, entwickelt und getestet. Das Neubaugebiet Domagkpark mit derzeit 800 – und künftig mehr als doppelt so vielen – zum großen Teil genossenschaftlich und im geförderten Wohnungsbau errichteten Wohnungen und die benachbarte Parkstadt Schwabing sind dafür ein gutes Testfeld. Hier laufen Bürgerbeteiligung, Elektromobilität, Logistik, geteilte Mobilität und Mobilitätsmanagement in einem integrierten Ansatz zusammen. Es soll ein Modellquartier für zukunftsfähige Stadtentwicklung und stadtverträgliche Mobilität entstehen, das Vorbild sein könnte für andere Münchner Neubauviertel – etwa den Prinz-Eugen-Park, die Bayernkaserne, Freiham oder auch den Münchner Nordosten.

Bewohner können Fahrzeuge aller Art ausleihen

Haus einer Wohngesellschaft am Projekt Civitas Eccentric beteiligt ist, Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle Haus einer Wohngesellschaft am Projekt Civitas Eccentric beteiligt ist

Auch im Domagkpark gibt es Tiefgaragen. Niemand soll auf sein privates Auto verzichten müssen, wenn er das nicht möchte. Aber jeder soll die Möglichkeit dazu bekommen. Damit das möglich ist, bündelt das Projekt alle bestehenden Angebote und entwickelt neue dazu. Unter anderem wird der Parkraum geteilt. Außerdem können Bewohnerinnen und Bewohner Fahrzeuge aller Art ausleihen: Autos mit Verbrennungsmotor, Elektroautos, Fahrräder und Pedelecs, Lastenräder und Elektroroller stehen in einem gemeinsamen Pool zur Verfügung. Der Strom zum Aufladen der Akkus kommt von Solaranlagen auf den Dächern der Wohnhäuser. Per Smartphone-App können freie Stellplätze in der Tiefgarage reserviert und genutzt werden. Eine Mitfahrer-App vermittelt spontane kurze Fahrten zum Job, ins Möbelhaus oder zum Sport.

Das Projekt CIVITAS ECCENTRIC hat eine Laufzeit von vier Jahren. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist der Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmerstädten Madrid (Spanien), Ruse (Bulgarien),Stockholm (Schweden) und Turku (Finnland). In den fünf Städten werden zusammen 50 Maßnahmen umgesetzt und mit insgesamt 20 Millionen Euro gefördert. Vier Millionen Euro davon fließen nach München

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