Idee für S-Bahnring in München vorgestellt

S-Bahn in der Münchner Innenstadt, Foto: Uwe Miethe / Deutsche Bahn AG
Foto: Uwe Miethe / Deutsche Bahn AG S-Bahn in München

Vorschlag der Freien Wähler

(12.10.2016) Der Münchner Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Prof. Dr. Michael Piazolo hat das Konzept eines S-Bahnrings ins Gespräch gebracht. Ziel des Vorschlags ist es, Personenverkehr vom Mittleren Ring auf die Schiene zu verlagern.

Vorhandene Infrastruktur soll genutzt werden

Das Konzept für den S-Bahnring wurde im Rahmen einer von Piazolo in Auftrag gegebenen Studie von den TU-Wissenschaftlern Simon Herzog und Dennis Atabay ausgearbeitet. Der S-Bahnring ist nicht als Ersatz für den zweiten Stammstreckentunnel gedacht, sondern ist als eine mögliche Ergänzung entwickelt worden. Vorgesehen ist die Ausnutzung von möglichst viel bereits vorhandener Infrastruktur wie dem Nordring und Südring der Bahn sowie einiger S-Bahnhöfe. 

Der Vorschlag sieht 15 Haltestellen für einen S-Bahnring vor, von denen sieben bereits existieren und acht neu gebaut werden müssten - etwa die Haltestellen "Nymphenburg", "Neuhausen", "Olympiakreuz" oder "BMW Forschungszentrum". Neu zu erstellen wäre ebenfalls eine Gleisstrecke für den westlichen Ringschluss zwischen Heimeranplatz und dem bislang nur für den Gütertransport genutzten Bahn-Nordring. Piazolo sieht seinen Vorschlag eines S-Bahnrings um München in erster Linie als Denkanstoß: "Ich will mit diesem Konzeptvorschlag heute intensiv in eine Debatte dazu einsteigen, damit wir in 10 bis 15 Jahren tatsächlich Problemlösungen bekommen."

Der vorgeschlagene S-Bahnring

Vorschlag für einen S-Bahn-Ring, Foto: Herzog, Atabay, OpenStreetMap
Foto: Herzog, Atabay, OpenStreetMap

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