Brandneues Forschungszentrum: IBM forscht in München an künstlicher Intelligenz

HighLight Towers, Foto: HighLight Towers
Foto: HighLight Towers Die Highlight Towers in Schwabing: IBM eröffnet sein Forschungszentrum auf 15 Stockwerken.

(14.2.2017) Gut ein Jahr nach der Ankündigung ist es an diesem Donnerstag endlich soweit: Computergigant IBM eröffnet in München sein neues Forschungszentrum mit bis zu 1.000 Mitarbeitern. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die künstliche Intelligenz und das "Internet der Dinge".

Bis zu 1.000 Mitarbeiter feilen an der künstlichen Intelligenz

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Foto: IBM Neues IBM-Zentrum: Zunächst 700, später 1.000 Spezialisten forschen hier an künstlicher Intelligenz.

In den Türmen der Highlight Towers an der Ecke Mies-van-der-Rohe- und Walter-Gropius-Straße in Schwabing forschen ab Donnerstag 700, später bis zu 1.000 Spezialisten von IBM. Schwerpunkt ist das "IBM Watson" genannte Projekt für künstliche Intelligenz, das für eine bessere Vernetzung von Mensch, Maschine und Computer sorgen soll. Bislang wurde daran an 20 IBM-Standorten auf der ganzen Welt gearbeitet. Die Zusammenlegung nach München lässt sich der Computergigant rund 200 Millionen Dollar kosten - die größte Investition von IBM in Europa seit über 20 Jahren.

Zum Einsatz kommen werden die Entwicklungen vor allem im "Internet der Dinge" (Internet of Things, IoT). Damit ist die Online-Fähigkeit von immer mehr Geräten gemeint, die noch vor wenigen Jahren komplett offline arbeiteten. So sind mittlerweile nicht nur Smartphones, Fernseher oder Autos ständig mit dem Internet verbunden, sondern zunehmend auch Kühlschränke, Waschmaschinen, Stromzähler und Lichtschalter. Die Zahl der internetfähigen Geräte steigt laut Experten in den nächsten Jahren von derzeit 5 bis 10 auf 20 bis 30 Milliarden an, vor allem Unternehmen setzen immer stärker auf die Digitalisierung ihrer Technik.

Die Masse an Geräten soll jedoch nicht nur einfach aus der Ferne steuerbar sein, sondern dank künstlicher Intelligenz auf viele Situationen selbständig richtig reagieren können. Ein Auto mit künstlicher Intelligenz kann dann zum Beispiel Gesundheitsprobleme seines Fahrers erkennen, die Rechnung an der Tankstelle automatisch bezahlen oder bei einer Panne die nächste Werkstatt verständigen.

Mit der Eröffnung des Watson-Forschungszentrums ist München um ein High-Tech-Unternehmen reicher: Direkt in der Nachbarschaft sitzen bereits Amazon und Microsoft, in anderen Stadtteilen forschen die Entwickler von Siemens, General Electric und Telekom-Ausrüster Huawei. Auch für Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ist die Standortwahl von IBM kein Zufall: "IBM hat sich ganz bewusst für Bayern, für München entschieden. Wir bieten eine breite Palette an interessanten Anwendungsindustrien, exzellente Forschungseinrichtungen, kompetente Fachkräfte und bestens ausgebaute Infrastrukturen."

(muenchen.de / dpa)

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