AWM stellt Konzept für Coffee-To-Go-Becher vor

Junge Frau entsorgt Pappbecher in Mülleimer
Täglich werden in München rund 190.000 Coffee-To-Go-Becher entsorgt (Symbolbild)

Zu viel Müll durch Pappbecher: Neue Kampagne soll helfen

(22.5.2017) In München entsteht täglich sehr viel Müll durch Coffee-To-Go-Becher. Um der Becherflut entgegen zu wirken, stellt der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) dem Stadtrat morgen ein Konzept für eine neue Kampagne vor. Außerdem verschwinden die Einwegbecher aus allen städtischen Kantinen.

Rund 190.000 Pappbecher werden in München täglich entsorgt

Der Kaffee zum Mitnehmen gehört für viele Münchner zum Alltag dazu - doch wird er aus Pappbechern getrunken, entsteht dadurch sehr viel Müll. Rund 190.000 Coffee-To-Go-Becher werden täglich in München entsorgt - eindeutig zu viele.

Zur Eindämmung dieser Becherflut legt der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) dem Stadtrat morgen ein Konzept vor. Es sieht eine stadtweite Kampagne vor, um die Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren. "Wir wollen bei den Bürgerinnen und Bürgern eine Bewusstseins- und im Idealfall eine Verhaltensänderung in Sachen Abfallvermeidung bewirken", sagt Axel Markwardt, Erster Werkleiter und Kommunalreferent. "Mehrweg- statt Einwegbecher, das ist unsere Devise. In der Kampagne werden wir deshalb mit einem Coffee-To-Go-Riesenbecher auf die Problematik aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen."

Überdimensionale Pappbecher sollen auf Problematik aufmerksam machen

Die vier Meter hohen Becher sollen als weithin sichtbares Symbol an sechs bis acht prominenten Standorten in München platziert werden - ihr Fassungsvermögen entspricht dem der angesprochenen 190.000 Coffee-To-Go-Becher. Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, wird die Stadtverwaltung als "internes" Zeichen alle Einwegbecher aus städtischen Kantinen verbannen.

Doch damit soll es nicht getan sein: Der AWM will die Bewohner Münchens zum Nachdenken über die enorme Menge Müll anregen, die tagtäglich durch Einwegbecher produziert werden - und auch dazu, einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen und lieber Mehrweg- statt Einwegbecher zu verwenden. Der Stadtrat muss dem Konzept der AWM noch zustimmen.

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