Abfallvermeidung: Kampagne gegen Einweg-Kaffeebecher gestartet

Aktion gegen Einweg-Kaffeebecher am Marienplatz, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Riesenkaffeebecher sollen für Müllvermeidung sensibilisieren

(6.10.2017) Ein fast fünf Meter hoher Kaffeebecher steht seit heute am Marienplatz. Er soll die Flut an täglich in der Stadt verbrauchten Einweg-Bechern verdeutlichen. Oberbürgermeister Dieter Reiter und Kommunalreferent Axel Markwardt gaben damit den Startschuss zur Kampagne „Abfallvermeidung gegen Einweg-Kaffeebecher“.

Mehrweg statt Einweg: Das Coffee-to-go-Becher-Konzept der AWM

Aktion gegen Einweg-Kaffeebecher am Marienplatz, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Nach einer Erhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) werden bundesweit jährlich zirka 2,8 Milliarden Coffee-To-Go-Becher verbraucht. Das entspricht rund 320.000 Stück pro Stunde. Sie verursachen rund 40.000 Tonnen unnötigen Abfall und verbrauchen in der Herstellung riesige Mengen an Holz, Kunststoff, Wasser und Energie.

Um die Münchner für das Thema zu sensibilisieren und zu einem nachhaltigen Lebensstil anzuregen, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) heute eine stadtweite Kampagne zur Eindämmung der Coffee-To-Go-Becher gestartet. Die Devise ist einfach: Mehrweg- statt Einwegbecher – und damit einen Beitrag zur Umwelt leisten!

Schon im Mai wurde das Konzept vorgestellt, nun ist die Kampagne sichtbar: Neben dem Becher am Marienplatz sollen an weiteren sechs bis acht prominenten Standorten in München Riesenbecher auf das Thema aufmerksam machen. Ihr Volumen entspricht genau dem Inhalt der ca. 190.000 Coffee-To-Go-Becher, die täglich in München anfallen. Die Stadtverwaltung will mit gutem Beispiel voran gehen und als "internes" Zeichen alle Einwegbecher aus städtischen Kantinen verbannen.

Auch die Öffentlichkeitskampagne „Rein. Und sauber“ des Baureferats wirbt für mehr Bewusstsein in Sachen Müllvermeidung. Sie unterstützt z.B. die Aktion „RECUP“, ein Pfandsystem als Alternative zu Coffee-to-go-Bechern. Zum Start in München vor etwa fünf Monaten beteiligten sich bereits mehr als 50 Filialen von Cafés und Bäckereien.

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