Verbesserungen bei der S-Bahn München: Diese Maßnahmen sind geplant

Zwei S-Bahnen treffen sich am Ostbahnhof, Foto: Deutsche Bahn / Uwe Miethe
Foto: Deutsche Bahn / Uwe Miethe

Das "Zukunftsprogramm" soll die Qualität der S-Bahn verbessern

(28.2.2018) Die S-Bahn München startet ein umfassendes Aktionsprogramm zur Verbesserung der Qualität. Insgesamt 80 Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren realisiert werden und die Grundlage für die 2. Stammstrecke bilden. Was sich hinter Maßnahmen wie HaltezeitenCountern, Einzäunungen und Einstiegslotsen verbirgt.

Die geplanten Maßnahmen im Überblick

S-Bahn in München

Bessere Betriebsabläufe, Infrastruktur und Kundeninformation – diese Ziele soll das Programm „Zukunft S-Bahn München“ in den kommenden Jahren verwirklichen, so Heiko Büttner, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der S-Bahn München. Konkret sind folgende Maßnahmen geplant, von denen viele bundesweit eine Pilotfunktion einnehmen:

  • Investitionen in die technische Ausstattung, etwa neuartige Weichenantriebe, um die Infrastruktur robuster gegen externe Störungen zu machen.
  • Einstiegslotsen: Das im Frühsommer 2017 gestartete Pilotprojekt war erfolgreich und wird an ausgewählten Stationen der Stammstrecke sukzessive in den Regelbetrieb integriert. Die Haltezeit pro Station soll durch eine optimierte Abfertigung beim Einstieg um bis zu vier Sekunden reduziert werden.
  • HaltezeitenCounter: Zeit ist bekanntlich Geld – deshalb werden ab Dezember HaltezeitenCounter an allen Stationen der Stammstrecke installiert. Auf einem Counter sehen der Lokführer und die örtlichen Aufsichten die geplante Haltezeit im Countdown. Auch damit sollen bis zu 2 Sekunden pro Halt gewonnen werden.
  • Die Einzäunung der Stammstrecke für mehr Zuverlässigkeit im Betrieb: Diese im Vorjahr begonnene Maßnahme soll 2018 abgeschlossen werden. In Tunnelstationen werden Bahnsteigabschüsse gebaut. Beides soll verhindern, dass der Gleisbereich unerlaubt betreten wird.
  • Mehr Kapazität und besseres Erscheinungsbild für Reisende: Im größten Modernisierungsprojekt der DB werden bis Ende 2020 alle Fahrzeuge ET 423 komplett umgebaut. Auch die Innengestaltung soll komfortabler werden. Dadurch rüstet sich die S-Bahn für den prognostizierten Bevölkerungszuwachs in München. Auch in den unterirdischen S-Bahnstationen wird ab 2019 ein neues Gestaltungskonzept umgesetzt. Noch in diesem Jahr sind Sofortmaßnahmen für mehr Sauberkeit, eine bessere Ausstattung und mehr Sicherheit geplant.
  • Fahrgastinformation in Echtzeit: Erstmals erhalten die Nutzer in der München Navigator App eine Echtzeit-Information über den Fahrplan und können zuverlässig sehen, wann die nächste S-Bahn eintrifft. Eine geobasierte Live-Map bildet das Streckennetz mit den aktuellen Zugpositionen ab. Kunden sollen nach Eingabe ihrer Station auf einer virtuellen Abfahrtstafel sofort einen Überblick über die nächste Fahrtmöglichkeit erhalten.

Bis zu 840.000 Fahrgäste täglich in der S-Bahn

S-Bahn in München., Foto: Uwe Miethe/Deutsche Bahn AG
Foto: Uwe Miethe/Deutsche Bahn AG

Bis zu 840.000 Fahrgäste nutzen im Durchschnitt täglich die S-Bahn München. Das sind 75 Prozent aller Fahrgäste im bayerischen Schienenverkehr.

In einer Machbarkeitsstudie untersucht die S-bahn München daher viele weitere Maßnahmen, etwa ob Bahnsteigtüren einen Beitrag zur Betriebsstabilität leisten können oder wie die Kapazität auf der Stammstrecke noch weiter optimiert werden kann, um so dem Verspätungsaufbau entgegenzuwirken. Das ist komplex, denn mit 1000 Zugfahrten am Tag ist die Stammstrecke eine der am häufigsten befahrenen Eisenbahn-Tunnelstrecken der Welt.

„Wir haben die S-Bahn komplett auf den Prüfstand genommen. Nun drehen wir an vielen Stellschrauben mit dem Ziel, die Qualität für unsere Kunden weiter zu steigern“, erklärt S-Bahn-Chef Büttner.

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