Erkundungsbohrungen für den Bau der 2. Stammstrecke beginnen

Probebohrungen der Bahn am Marienhof für den Bau der 2. Stammstrecke , Foto: DB AG / Maximilian Endrös
Foto: DB AG / Maximilian Endrös

Am Marienhof werden Grundwasser und Boden untersucht

(6.3.2018) Für den Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke untersucht die Deutsche Bahn in den kommenden Wochen den Untergrund am Marienhof. Dadurch sollen vertiefte Erkenntnisse über die Grundwasser- und Bodenverhältnisse gewonnen werden. Und auch an anderen Orten stehen die Bagger schon bereit.

Bohrungen sollen die bereits laufenden Arbeiten optimieren

Er ist nicht zu übersehen: Seit Anfang dieser Woche steht am Marienhof ein meterhoher, blauer Seilbagger. Auf das tonnenschwere Gefährt wartet in den kommenden Wochen viel Arbeit. Parallel zu den bereits laufenden Maßnahmen für den Bau der 2. Stammstrecke führt die Deutsche Bahn Bohrungen durch, um Grundwasser und Boden im Münchner Untergrund weiter zu untersuchen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Bau eines Bahntunnels sind nämlich genaue Kenntnisse über die Beschaffenheit des Baugrundes.

Bis zu 80 Meter tief sind die Bohrungen am Marienhof. Sie werden sowohl vertikal als auch geneigt ausgeführt. Mehrere hundert Meter Bohrkerne werden so gewonnen und untersucht. „Dadurch können wir die Planung optimieren, Bohrverfahren und die künftig eingesetzte Maschinentechnik festlegen“, sagt der Teamleiter Geotechnik der 2. Stammstrecke Franz-Xaver Trauner.

Einige der Bohrungen werden anschließend zu Grundwassermessstellen und Probebrunnen ausgebaut. Über einen Zeitraum von mehreren Tagen kann so die Absenkung des Grundwassers gemessen werden. Das ist nötig, um die künftige Baugrube am Marienhof trocken zu halten.

Untersuchungen finden auch in Haidhausen und am Hauptbahnhof statt

Nicht nur am Marienhof, sondern auch in Haidhausen und rund um den Hauptbahnhof finden in den kommenden Wochen Untersuchungen zu Grundwasser und Boden statt. Insgesamt sind im Bereich Haidhausen 21 Bohrungen mit einer maximalen Tiefe von bis zu 60 Metern geplant. Außerdem wird der Baugrund im Gleisfeldbereich Leuchtenbergring mit 66 Kleinbohrungen und Sondierungen mit einer maximalen Tiefe von acht Metern erkundet.

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