Gedenken an 130 deportierte Sinti und Roma

Oberbürgermeister Dieter Reiter und Erich Schneeberger, bayerischer Vorsitzender der deutschen Sinti und Roma, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Namenslesung und Kranzniederlegung mit OB Dieter Reiter

(13.03.2018) München gedachte auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus einem traurigen Ereignis: Vor genau 75 Jahren deportierte die Polizei 130 Münchner Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Mit einer Namenslesung wurde an deren Schicksal erinnert.

Vertreter der Sinti und Roma vor Ort

Erich Schneeberger, bayerischer Vorsitzender der deutschen Sinti und Roma, Foto: Michael Nagy/Presseamt München
Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Oberbürgermeister Dieter Reiter und Erich Schneeberger, der bayerische Vorsitzende der deutschen Sinti und Roma (Foto) sowie Alexander Diepold, Gründer und Leiter der Beratungsstelle Madhouse für Sinti und Roma sprachen zu Beginn Grußworte. An der Gedenktafel für die Sinti und Roma legten sie einen Kranz nieder. Bei einer Lesung wurden die Namen der 130 Münchner genannt, anschließend bei einem stillen Gebet den Opfern gedacht. Nur wenige überlebten die Deportation in das Vernichtungslager. Die Münchner Kriminalpolizei hatte bereits am 8.3.43 begonnen, Familien aus München und Umgebung zu verhaften - am 13.3.43 wurden die Sinti und Roma mit Güterzügen nach Auschwitz verschleppt. 

Am Abend gab es eine Gedenkveranstaltung für geladene Gäste im Sitzungssaal des Neuen Rathauses.

Im Bild oben: Oberbürgermeister Dieter Reiter (vorne) und Erich Schneeberger
Fotos: Michael Nagy/Presseamt München

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