Rotes Kreuz warnt vor Fehleinsätzen im Rettungsdienst

Rettungswagen im Einsatz

(6.3.2018) Die Krankenhäuser in München und der Region sind derzeit stark ausgelastet. Nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes liegt dies jedoch nicht nur an der Grippewelle, sondern auch an Patienten, die mit Bagatellfällen wie Husten oder Schnupfen die Notaufnahme aufsuchen. Welche Folgen dies für Rettungseinsätze haben kann.

Rettungsdienst nur in wirklich dringenden Fällen rufen

Am Ende der vergangenen Woche kam es in den größeren bayerischen Städten zu Engpässen bei der Verteilung von Notfallpatienten: Wegen fehlender Bettenkapazitäten konnten Kliniken zum Teil niemanden mehr aufnehmen. Wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilt, führt dies dazu, dass es länger dauert, bis Patienten einer womöglich wichtigen Behandlung zugeführt werden können - denn zum Teil müssen die Rettungsdienste sie in weiter entfernte Krankenhäuser fahren. Auf Dauer bedeutet dies auch, dass Rettungswägen erst später wieder bei der Integrierten Leitstelle für neue Einsätze zur Verfügung stehen, es kommt zum Stau von Notfalleinsätzen.

"Diese Situation ist im Moment untragbar für das Hilfeleistungssystem in Bayern", sagt der BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. "Die zunehmende Auslastung der Krankenhäuser mit Bagatellfällen wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit sorgen derzeit für eine kritische Situation in der klinischen Versorgung in Bayern."

Die Notaufnahme sollte laut BRK nur dann aufgesucht und der Rettungsdienst nur dann unter der Nummer 112 alarmiert werden, wenn es wirklich unabwendbar ist. Für leichte Beschwerden steht der kassenärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116117 zur Verfügung.

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