Großeinsatz der Polizei im Englischen Garten

Monopteros restauriert, Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle

Heimatminister Füracker ruft Besucher zu friedlichem Verhalten auf

(23.4.2018) Nach dem Polizei-Großeinsatz im Englischen Garten vom Wochenende ruft Heimatminister Albert Füracker alle Parkbesucher zu einem friedlichen und respektvollen Umgang auf. Am Samstag waren rund 100 Polizeibeamte am Monopteros im Einsatz gewesen.

Der Charakter des Englischen Gartens soll erhalten bleiben

Der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hat die Polizei-Großeinsätze der vergangenen beiden Wochenenden zum Anlass genommen, einen Appell an Besucher des Englischen Gartens zu richten: "Bitte tragen Sie durch Ihr Verhalten dazu bei, dass ein friedliches Miteinander und ein respektvoller Umgang gelingen. Bitte schonen Sie die einzigartige Natur, damit der Besuch des Englischen Gartens weiterhin für jedermann ein besonderes Erlebnis bleibt."

Man wolle den ursprünglichen Charakter von Münchens grüner Lunge als offener Volksgarten bewahren und stärken. "Wir werden aber Zustände nicht länger dulden, die diesen friedlichen Charakter nachhaltig stören. Wir werden mit allen Beteiligten die Abwehrmöglichkeiten intensiv prüfen und alle erforderlichen Maßnahmen hierzu ergreifen."

So lief der Großeinsatz am Samstag

Laut einer Mitteilung der Polizei gingen am Samstagabend, 21.4. bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München immer wieder Anrufe ein, die über gößere Schlägereien im Englischen Garten berichteten. Alle gemeldeten „Schlägereien“ konnten nicht bestätigt werden, es konnte jedoch beobachtet werden, dass mehrere, augenscheinlich verabredete „Schaukämpfe“ stattfanden. Die Stimmung unter den bis zu 1000 Anwesenden war deutlich aufgeheizt und es war mehrfach zu vernehmen, dass man auf die Polizei warten wolle, um sich mit den Beamten zu schlagen.

Zudem wurden Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zu einer vermeintlichen Reanimation in den Englischen Garten gerufen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Einsatzkräfte vernahmen ebenfalls eine angespannte Grundstimmung. Als die Rettungskräfte sich um einen Patienten im Bereich des Monopteros kümmerten, wurden sie bei der Versorgung angegangen – unter anderem stiegen Jugendliche auf den Rettungswagen und beschimpften die Einsatzkräfte, die daraufhin Unterstützung durch die Polizei anforderten. Die sofort in großer Anzahl eingetroffenen Polizeikräfte stellten das problemlose Abfahren des Rettungswagens und Abrücken der Einsatzkräfte sicher.

Eine Person wurde wegen Beleidigung angezeigt, sie erhielt zudem einen Platzverweis. Durch die Besatzung des ebenfalls eingesetzten Polizeihubschraubers wurde kurz vor 23:30 Uhr mitgeteilt, dass sich nur noch Kleingruppen in dem besagten Bereich aufhalten würden. Insgesamt mussten zur Beruhigung der Lage etwa 100 Polizeibeamte eingesetzt werden.

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