Bilanz: Neue Bahnstrecke Berlin-München ein voller Erfolg

ICE auf Gleisen, Foto: Deutsche Bahn AG / Barteld Redaktion
Foto: Deutsche Bahn AG / Barteld Redaktion

Verdoppelte Fahrgastzahl

(15.6.2018) Nur noch vier Stunden brauchen Fahrgäste auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München, die im Dezember in Betrieb ging. Nach einem halben Jahr zieht die Deutsche Bahn nun Bilanz - und die fällt positiv aus: Die Neubaustrecke verdoppelt die Fahrgastzahl. Wie viele Reisende die Strecke nutzten…

ICE-Schnellfahrstrecke übertrifft die Erwartungen

ICE 4 Probefahrt, Foto: Deutsche Bahn AG
Foto: Deutsche Bahn AG

Knapp vier statt sechs Stunden - die Reisezeit zwischen beiden Städten wurde seit Dezember im Sprinter erheblich verkürzt. Die Bilanz der Deutschen Bahn zeigt: Die neue Schnellfahrstrecke Berlin-München lässt mehr Reisende auf die Bahn umsteigen. Seit der Eröffnung nutzten zwei Millionen Fahrgäste die Verbindung, wie die Bahn mitteilte.

Das sei mehr als doppelt so viel wie zuvor und mehr als erwartet. Fernverkehrschefin Birgit Bohle sprach von einem bemerkenswerten Erfolg und bekräftigte, von Dezember an mehr Züge zwischen beiden Städten fahren zu lassen. Täglich sollen dann fünf statt drei Sprinter pro Richtung fahren. Mit Fahrplanwechsel soll auch die neue Zuggeneration ICE 4 (Foto) auf der Strecke eingesetzt werden, was bedeutet, dass sich das Fahrplatzangebot pro Tag um rund 3.000 Plätze erhöht.

Normale ICE mit häufigeren Stopps brauchen mindestens 4:25 Stunden. Auf den 623 Kilometern über Erfurt fahren die Züge mit bis zu Tempo 300. Der Neu- und Ausbau der Gesamtstrecke hatte zehn Milliarden Euro gekostet.

Täglich verkaufe die Bahn 15 000 Fahrkarten für die Verbindungen entlang der neuen Strecke, sagte Bohle. Nach einem halben Jahr hält die Bahn damit Kurs auf ihr Ziel, die Zahl der Fahrgäste zwischen Berlin und München im Gesamtjahr auf 3,6 Millionen zu verdoppeln. Das wirkt sich auch auf die bundesweiten Zahlen aus. Von Januar bis April zählte die Bahn insgesamt drei Prozent mehr Fahrgäste als im Vorjahreszeitraum.

Nach Bohles Angaben ist die Bahn auf der neuen Vorzeigestrecke zudem überdurchschnittlich pünktlich. 84 Prozent der Züge fahren spätestens in weniger als sechs Minuten nach der Fahrplanzeit in den Bahnhof ein - damit sind sie nach Bahn-Definition pünktlich.

(dpa/muenchen.de)

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