Ver.di-Warnstreik bei der MVG beendet

Tram am Stachus

So liefen die Warnstreiks am Donnerstagmorgen

(14.6.2018) Nach den Warnstreiks bei Bussen, U- und Trambahnen konnte der Regelbetrieb am Donnerstagmorgen schneller als erwartet wiederhergestellt werden: Die U-Bahnen, Trambahnen und Busse der MVG waren seit ca. 9:30 Uhr wieder weitgehend vollzählig im Einsatz. Die Gewerkschaft Ver.di hatte die Mitarbeiter im Fahrdienst zu einem Warnstreik von 4 bis 8 Uhr aufgerufen.

Weitere Streiks angekündigt

Die Warnstreiks haben den Pendlern am Donnerstagmorgen im Münchner Berufsverkehr zwar zu schaffen gemacht, doch die U-Bahnen, Trambahnen und Busse waren am Vormittag nach Angaben der Stadtwerke München wieder weitgehend vollzählig und in nahezu gewohntem Takt im Einsatz. S-Bahn und Regionalbusse waren von dem Warnstreik nicht betroffen.

Angesichts der Einschränkungen stiegen viele Pendler aufs Auto um; nach Polizeiangaben war es etwa auf dem Mittleren Ring in München voller als an anderen Werktagen, vielfach lief der Verkehr nur zähfließend. Die MVG bedankte sich bei ihren Fahrgästen, dass sie sich so gut auf die Einschränkungen eingestellt haben – und für ihre Geduld.

Auch in Schweinfurt wurde am Donnerstagmorgen gestreikt. Dort fuhren laut Verdi seit 4:30 Uhr für mehrere Stunden keine Busse mehr. Bereits am Vortag hatte es Warnstreiks im Nahverkehr in Augsburg, Regensburg und Amberg gegeben. Weitere Warnstreiks soll es an diesem Freitag in Nürnberg geben, wo zugleich die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt geplant ist.

Verdi verlangt für die rund 6300 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in den Städten und Gemeinden im Freistaat sieben Prozent mehr Geld für zwölf Monate, mindestens aber 220 Euro mehr, sowie weitere Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern hatte im Mai erklärt, man sei für Verbesserungen offen, sehe die Grenze aber bei der im April in Potsdam erzielten Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst. Dort hatten die Tarifparteien Einkommenserhöhungen von insgesamt 7,5 Prozent in drei Schritten bei 30 Monaten Laufzeit für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen beschlossen.

(dpa / muenchen.de)

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