Radlverleiher Obike in Schwierigkeiten – So reagiert München

Obikes in München, Foto: muenchen.de
Foto: muenchen.de

Obike-Räder sind für OB Reiter ein „großes Ärgernis“

(11.7.2018) Sie sind überall in der Stadt zu sehen: die silber-gelben Leihräder von Obike. Trotz gegenteiliger Aussagen des Anbieters hinsichtlich einer Reduzierung der Flotte, sind weiterhin rund 3.000 Obikes in München verteilt. Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat eine klare Meinung zum Thema, die Stadtverwaltung prüft nun rechtliche Schritte.

Weiterhin rund 3.000 Obikes auf den Münchner Straßen

Gelbe Fahrräder von oBike in der Fraunhoferstraße, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Die Probleme mit den silber-gelben Leihrädern von Obike wachsen. Da die Räder häufig Zielscheibe von Vandalismus sind, hat das Unternehmen aus Singapur versprochen, größere Stückzahlen seiner Radflotte wegzuräumen.

„Die vielen meist verwahrlosten und kaputten Obike-Räder sind ein großes Ärgernis und mir auch persönlich ein Dorn im Auge“, sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter. Er hat die Verwaltung deshalb gebeten, dringend eine Lösung zu finden. „Leihräder sind grundsätzlich eine Bereicherung für eine umweltbewusste und platzsparende Mobilität in unserer Stadt, aber nur, wenn die Verleiher sich auch vernünftig um ihre Räder kümmern“, sagte Reiter.

In München sitzt die Deutschland-Zentrale von Obike - doch die Firma beantwortet Anfragen der Behörden nur noch sporadisch und ist auf Tauchstation gegangen. „Wir versuchen, seit Wochen und Monaten bei Obike jemanden zu erreichen, der sich um die Entfernung der Räder kümmert“, sagte Florian Paul, der Radlbeauftragte der Münchner Stadtverwaltung. Auf 1.000 Räder wollte Obike seinen Fuhrpark in München reduzieren, aber noch immer seien 3.000 in der Stadt.

Stadtverwaltung prüft rechtliche Schritte

Für Unruhe sorgt, dass Obike Singapur Insolvenz angemeldet hat. Auf die Geschäfte an anderen Standorten habe dies aber keine Auswirkungen, teilte der Anbieter im Juni mit.

Die Münchner Stadtverwaltung leitet trotzdem weitere Schritte ein: „Wir lassen rechtlich prüfen, welche Möglichkeiten die Stadt hat“, sagte Paul. Weil die Obikes weder herrenlos noch städtisches Eigentum sind, darf die Stadt sie nicht einfach selbst wegräumen. „Sie gehören dem Unternehmen, und das ist verpflichtet, sich darum zu kümmern.“

(dpa/muenchen.de)

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