Winterwetter: Das ist die aktuelle Verkehrslage

Zugverkehr im Winter am Münchner Hauptbahnhof, Foto: Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe
Foto: Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe Archivbild

Lage im Regionalverkehr bessert sich, aber noch Einschränkungen

(15.1.2019) Nach den witterungsbedingten Einschränkungen normalisiert sich der Zugverkehr in Bayern langsam wieder, Abweichungen gibt es aber immer noch. Experten rechnen mit einer langsamen Entspannung der Wetterlage, in einigen Landkreisen südlich von München gilt vorerst bis heute Mittag eine Warnung vor extremem Schneefall. Das Winterwetter wirkt sich dort auch auf Sportgroßereignisse aus.

Immer mehr Züge können wieder fahren

Schneeräumung am Bahnsteig im Münchner Hauptbahnhof im Winter, Foto: Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe
Foto: Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe

Bei der Deutschen Bahn normalisiert sich die Lage im Regionalverkehr zusehends: Im westlichen Allgäu können die Züge jetzt wieder fahren, damit ist auch wieder ein normaler Verkehr der Züge zwischen München und Zürich gewährleistet.

Auf anderen Strecken ist der Betrieb allerdings noch eingeschränkt, etwa bei der Bayerischen Oberlandbahn.

Aktuelle Infos zum Regional- und Fernzugverkehr

Hier geht es zu den Einschränkungen bei der BOB.

Eröffnung des Ruhpoldinger Biathlon-Weltcups entfällt

Wegen der Schneemassen fällt an diesem Mittwoch die Eröffnungsfeier für den Biathlon-Weltcup in Ruhpolding aus. "Gott sei dank ist es jetzt so, dass der Wetterbericht uns Hoffnung gibt, dass es in den nächsten Tagen zu einer deutlichen Wetterbesserung kommt, dass wir ab Mittwoch sogar eine Wetterberuhigung und schönes Wetter haben", erklärte Bürgermeister Claus Pichler. Dann begännen die Rennen der Athleten.

Schnee- und Regenfälle hatten auch zu Beginn der neuen Woche die Einsatzkräfte in Bayern gefordert. Die Bundespolizei stellte 230 Beamte zur Unterstützung der Helfer in den tief verschneiten Gebieten bereit. "Das ist ein Signal, dass man in einer solchen Situation einfach zusammensteht", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer am Montag bei einem Treffen mit Rettungs- und Hilfskräften in Berchtesgaden. Das Räumen der Dächer laufe ganz hervorragend. Noch immer galt in fünf Landkreisen der Katastrophenfall. In etlichen Schulen entfällt auch in dieser Woche der Unterricht, weil die Schulwege als zu unsicher gelten.

Im Allgäu löste sich eine Lawine und traf am Montagmorgen ein Hotel im Winterskiort Balderschwang. Verletzt wurde von den Schneemassen nach Angaben eines Polizeisprechers niemand. Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein und Schnee gelangte ins Innere. Weder Gäste noch Angestellte wurden den Angaben zufolge vermisst.

Mehrere Flüsse und Bäche in Bayern traten nach den leicht gestiegenen Temperaturen und dem Regen über die Ufer. Vor allem in der Mitte und im Norden des Freistaats wurden teilweise Äcker und Wiesen überflutet. Vereinzelt standen auch Straßen und Wege unter Wasser. In Niederbayern wurden deswegen drei Straßen gesperrt.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet bis diesen Dienstagmittag wieder Neuschnee für die bayerischen Alpen.

München: Verkehrslage hat sich normalisiert

Bus im Schnee auf der Reichenbachbrücke, Foto: muenchen.de / Leonie Liebich
Foto: muenchen.de / Leonie Liebich

In München hatte sich die Lage bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln und im Straßenverkehr schon am Sonntag weitestgehend entspannt.

Aktuelle Verkehrsmitteilungen der MVG

Hier gibt's die aktuelle Betriebslage der S-Bahn

Autofahrer müssen sich auf den Hauptstraßen keine Sorgen mehr um Schnee machen, allerdings kann es am heutigen Dienstagvormittag stellenweise glatt werden. Auf Nebenstraßen kann noch Matsch liegen. Der schmelzende Schnee sorgt in den nächsten Tagen für viel Nässe. 

Bilder: Schneefall in München

Münchner Feuerwehr und THW helfen vor Ort

Münchner Einsatzkräfte helfen in Berchtesgaden, Foto: Berufsfeuerwehr München
Foto: Berufsfeuerwehr München

Um die Einsatzkräfte im von den Schneemassen stark betroffenen Berchtesgaden zu unterstützen, machte sich am Freitag das erste Hilfskontingent aus München auf den Weg in die Region. Mit 80 Kräften und 20 Fahrzeugen unterstützen die Münchner ihre Kollegen im Katastrophengebiet. Es gilt dabei besonders Dächer von Schneemassen zu befreien. 

Mehr zum Einsatz der Münchner Hilfskräfte

Warnung vor Astbruch und Schneelasten

Vereiste Baumzweige, Foto: Worytko Pawel / Shutterstock
Foto: Worytko Pawel / Shutterstock

Das Forstministerium warnt vor Bäumen, die unter der Last des oftmals nassen Schnees jederzeit umkippen oder abbrechen können. Vor allem im Süden Bayerns solle man sich möglichst nicht im Wald aufhalten, hieß es.

Auch das Münchner Baureferat warnt dringend davor, Bereiche mit Baumbestand wie Parks und Grünanlagen, Isarauen und städtische Wälder zu betreten und empfiehlt, die Nähe von Bäumen allgemein zu meiden.

(muenchen.de/dpa)

Mehr Aktuelles aus München

Top