Schießerei in der Au: Was bislang bekannt ist

Schießerei in der Au, Foto: muenchen.de/Daniel Vauel
Foto: muenchen.de/Daniel Vauel

Identität der Todesopfer geklärt - Motiv nach offen

(22.2.2019) Nach der tödlichen Schießerei in der Au am Donnerstagmorgen mit zwei Toten ist noch immer unklar warum ein Mann zur Waffe griff. Die Identität der beiden Toten ist hingegen geklärt. Die Polizei war gestern mit einem Großaufgebot von 150 Einsatzkräften vor Ort.

Bilder vom Einsatzgeschehen in der Au

Tote waren 45 und 29 Jahre alt

Container - Schießerei in der Au, Foto: muenchen.de/Daniel Vauel
Foto: muenchen.de/Daniel Vauel

Der Tatort befindet sich am Ort des früheren Frauen- und Jugendgefängnisses Am Neudeck - hier entsteht derzeit eine neue Wohnanlage. Zwischen zwei Baucontainern fand die Polizei zwei tote männliche Personen mit Schussverletzungen. Erste Ermittlungen ergaben, dass einer der beiden Männer der Schütze war - auch die Schusswaffe wurde sichergestellt. Die Mordkommission nahm umgehend die Arbeit auf, unter anderem wurden mehrere Zeugen befragt, die den Vorfall auf der Baustelle gesehen hatten.

Laut Polizei handelt es sich bei den Toten um einen 45-Jährigen aus dem Landkreis Görlitz sowie einen 29-Jährigen aus Augsburg mit deutscher und kroatischer Staatsangehörigkeit. Der 29-Jährige hat dabei mutmaßlich die Schüsse abgegeben und sich nach der Tat selbst erschossen. Nach Informationen des BR soll es sich bei dem Schützen um den Architekten, bei dem 45-Jährigen um den Bauleiter handeln. Eine Bestätigung von der Polizei hierzu gibt es aber noch nicht. Auch zu möglichen Motiven wurden keine Angaben gemacht. Ob es im beruflichen oder privaten Umfeld liegt, ist unklar.

Großaufgebot und Polizeihubschrauber waren vor Ort

Polizeieinsatz an der Ohlmüllerstraße in der Au, Foto: dpa/Patrick Rasche
Foto: dpa/Patrick Rasche

Gegen 8:50 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein - im Bereich der Ohlmüllerstraße, nahe dem Landratsamt, wurden Schüsse gemeldet. Da es auch Meldungen gab, dass Personen am Boden liegen sollen, stufte die Polizei den Vorfall als "lebensbedrohliche Einsatzlage" ein. Ein Großaufgebot von über 150 Einsatzkräften und schwer bewaffneten SEK-Beamten war schnell vor Ort,  auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Gebiet. Für die Öffentlichkeit bestand relativ bald keine Gefahr mehr, doch der Großeinsatz dauerte nach dem Leichenfund noch einige Stunden an.

Verkehr war zwischenzeitlich beeinträchtigt

Wegen des Polizeieinsatzes waren einige Straßen rund um den Tatort bis etwa 11 Uhr gesperrt, darunter die Falkenstraße, der Mariahilfplatz, die Humboldt- und die Ohlmüllerstraße. Auch die Linien 18, 52 und 62 der MVG waren in dieser Zeit unterbrochen, mittlerweile sind die Behinderungen aber beendet und Bus und Tram fahren wie gewohnt.

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