Ab Mai beginnt der Abriss des Hauptbahnhofs für die 2. Stammstrecke

Alte Schalterhalle am Hauptbahnhof München , Foto: DB AG
Foto: DB AG

Durchgang der Schalterhalle wird am 6.5. gesperrt

(22.3.2019) Der Hauptbahnhof macht sich bereit für den Teil-Abriss. In einem ersten Schritt wird dazu die alte Schalterhalle ab 6.5.2019 gesperrt. Im Sommer folgen dann der Abriss der Halle sowie des Bahnhofvordaches. Der Zugverkehr ist nicht beeinträchtigt - aber Passanten und Fahrgäste müssen Umwege in Kauf nehmen.

Was Fahrgäste ab Mai beachten müssen

Visualisierung Münchner Hauptbahnhof, Foto: Auer Weber
Foto: Auer Weber

Bereits seit rund zwei Jahren laufen die Arbeiten für die 2. Stammstrecke. Während sich die Bauarbeiten bislang vor allem auf die Bereiche am Marienhof und in Laim konzentriert haben, werden die Arbeiten nun auch am Hauptbahnhof mehr und mehr sichtbar. Ab Mai geht es los - in einem ersten Schritt sperrt die Bahn ab 6.5. sämtliche Zugänge zur alten Schalterhalle. Hier soll bis 2026 das neue Zugangsgebäude (Bild links) für die 2. S-Bahn-Stammstrecke entstehen.

Für Fahrgäste und Passanten heißt es dann Umwege in Kauf nehmen. Denn einen direkten Weg von der Gleishalle des Hauptbahnhofs in Richtung Schützenstraße gibt es nicht mehr. Wir verraten, wie Ihr trotzdem zu den Zügen kommt

Bahnhofsvordach „Schwammerl" wird im Sommer abgerissen

Der Eingang zum Hauptbahnhof mit dem sogenannten Schwammerl, Foto: Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinski
Foto: Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinski

Die richtigen Abbrucharbeiten beginnen dann im Sommer. Dazu werden rund um den Bahnhofsvorplatz zunächst eine vier Meter hohe Schallschutzwand und eine Staubschutzwand gebaut. Das Baufeld reicht an dieser Stelle bis zur Straße vor. Die Fahrspur für Autos bleibt geöffnet, der Taxistand verschwindet allerdings und die Bushaltestelle wird in Richtung Bayerstraße verlegt.

Im Anschluss rücken dann die Abrissbagger an. Ab Juli geht es dem Bahnhofsvordach an den Kragen. Das „Schwammerl“ (Foto) wird abgerissen und verschwindet. Bis Oktober soll ein 150 Tonnen schwerer Greifzangen-Bagger dann auch die Schalterhalle von innen nach außen Stück für Stück zerlegen.
 

Ab Ende des Jahres geht es rund 40 Meter in die Tiefe

Visualisierung Hauptbahnhof Schützenstraße, Foto: Auer Weber
Foto: Auer Weber

Wenn die Abrissarbeiten Ende Oktober beendet sind, beginnt die eigentliche Arbeit. Ab Ende des Jahres geht es dann mit dem Tiefbau der Station los. Dafür wird zunächst eine Bohrpfahlwand zur Absicherung der Baugrube errichtet, anschließend geht es mit dem Bau des Schlitzwandkastens und der Primärpfähle nach unten. Diese Bauweise soll die Belastung durch Lärm und Schmutz minimieren. Die Arbeiter graben sich rund 40 Meter in die Tiefe.

Die Baumaßnahmen für die zweite Stammstrecke dauern mindestens bis 2026 – drei Jahre später soll dann das neue Hauptbahnhofgebäude für München fertig sein. Der Betrieb am Bahnhof mit Fern- und Regionalzügen aber auch S- und U-Bahn und Tram läuft die ganze Zeit weiter. Vom alten Hauptbahnhof übrig bleibt am Ende nur die alte Gleishalle.

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